Der schräge O. Weg rund um Oberhausen

Die „TorTOUR de Ruhr“ wirft ihre Schatten voraus, 55 Kilometer Training für den 230 Kilometer-Lauf zu Pfingsten 2010

Ich habe ja geschrieben, dass ich am Samstag, den 31. Oktober wieder laufen werde und das nahe bei meiner Moerser Schwiegermutter.
Aber wo? In O.
Genauer gesagt laufe ich mit Jörg Schranz, Susanne Alexi und Michael Hechler den „schrägen O. Weg“ rund um Oberhausen.

Gasometer

Jörg Schranz, der den Lauf organisiert hat, schreibt dazu:

Endlich wird er gelaufen. Durch die Vorbereitungen auf die TorTOUR de Ruhr an Pfingsten 2010 bietet es sich an, auch zwischendurch mal realitätsnahes Training zu machen. Also warum dann nicht die 55km Route rund um Oberhausen als Selbstversorger auch mal laufen? Hier gibts den Weg mit Hinweisen als Zip-File. Ich werde vorher noch einmal den Weg mit dem Rad abfahren und mir die Versorgungsstellen (Kioske, Geschäfte, Tankstellen) notieren. Das werde ich wahrscheinlich am Samstag machen. Das Wetter soll ja auch schön werden.

Der erste Lauf ist dann für Samstag den 31.10.2009 geplant. Als Startzeit schlage ich 10:00 Uhr vor. Treffpunkt ist auf dem Parkplatz vor dem Haus Ripshorst. Der Weg geht hier direkt vorbei. Die Anfahrt erfolgt sehr einfach über die A42, Abfahrt Neue Mitte Oberhausen. Ob wir dann erstmal in Richtung Norden oder Süden laufen, entscheide ich, nachdem ich mir den Weg angeschaut habe. Die Richtung mache in dann von der Versorgung abhängig, sprich: beste Versorgung zum Schluß, damit auch keiner auf der Strecke bleibt.

Zusätzlich werde ich mich noch mit den Sehenswürdigkeiten am Wegesrand auseinandersetzen, um euch auch noch ein wenig Geschichtliches und Kulturelles erzählen zu können: Sightjogging der etwas längeren Art.

Grobe Anforderungen:
die ca. 55km solltet ihr locker laufen können, das Tempo wird so um die 6:30 +/- 30sec pro km liegen. Kleinere Pausen an Versorgungsständen oder sehenswerten Objekten sollten wir einplanen. Das Tempo orientiert sich am Langsamsten, das ist ja kein Wettkampf, sondern Spaß!
Ihr wisst selbst am besten, was ihr braucht an Trinkmengen und Essen. Ein Trinkgurt oder Rucksack ist empfehlenswert. Regenzeug bzw. zusätzlicher Kälteschutz auch. Geld für die Kioske, Tanken etc. natürlich. Wir werden in etwa 6-7h unterwegs sein. Ein Handy macht natürlich auch Sinn zum simsen, twittern oder einfach nur fürs Pizzataxi.

Wer also spontan mitkommen will, du bist herzlich eingeladen!

Das Ganze werden wir dann bis zur TorTOUR de Ruhr öfters als langen Trainingslauf anbieten, später auch im Rahmen des Sightjoggings in Oberhausen (für ganz verrückte TorTOURisten) und unter www.Laufen-in-Oberhausen.de
Kosten tut der ganze Spaß nichts, außer Zeit und ein wenig Profil an den Laufschuhen.

Bis jetzt dabei:
– Susanne Alexi aus Köln
– Thomas Eller aus
– Michael Hechler aus Essen

Mt. Everest Treppenmarathon 2010 – UPDATE II

So schnell geht es: jetzt sind es schon 46 Einzelstartern, hurry up, es sind nur noch 14 Meldungen möglich !

Und wieder ist ein Name dazu gekommen, über den ich mich ganz besonders freue: Rainer Wachsmann aus Münster / Westfalen!

Nicht nur, dass Rainer, der Mitglied im „100er Marathon Club“ ist, ein großartiger Läufer ist, schon die lange DUV-Statistik über den Runner 2681 zu lesen ist eine Wonne! Dort erfährt man dann auch, dass Rainer, der wechselweise für den „LSF Münster“ oder auch für seinen Hauptverein, den „Marathon Steinfurt e.V.“ läuft, im Vorjahr Finisher bei Jens Vieler’s „TorTOUR de Ruhr“ war, eine Leistung, die ich in 2010 erst einmal nachmachen muss. Dass er zudem ein Finisher des DL, also vom Deutschlandlauf 2005 von Kap Arkona nach Lörrach ist, erhöht den Respekt, den ich ihm entgegen bringe. Auch das muss ich erst noch nachmachen!
Die 1204 Kilometer damals schaffte er in 167:58:20 Stunden, eine echte Klasseleistung.

logo

Der Hauptgrund, warum ich mich so freue, ist aber, dass sich Rainers und meine Wege schon 1993 gekreuzt haben, als wir beide noch keine Läufer waren. Rainer wurde es schon kurz danach, ich folgte erst über 10 Jahre später.

Ich habe Rainer kennen gelernt, als ich mit meinem Freund Stephan das Pizza Home Deliverysystem „Joey’s“ im nordrheinischen Gebiet von NRW entwickeln wollte. Rainer war damals wie jetzt ein erfolgreicher Joey’s-Franchisenehmer in Münster, damals schon mit zwei prosperierenden Outlets. Rainer war auch ein enger Freund meines besten Freundes Michael, der mich damals in dieses Business gebracht hat und über ihn habe ich Rainer näher kennen gelernt.
Als ich mich dann aus dieser Branche zurückgezogen habe, ist es still geworden um uns beide und fast hätte ich Rainer auch vergessen.

Vergessen? Eher nicht, eher in den Hinterkopf verbannt, aus dem täglichen Denken in die Schublade „Freunde, mit denen man eher selten spricht“ verschoben.

Bis ich bei einem langen Lauf in der Ergebnisliste den Namen Rainer Wachsmann las. Konnte er das sein, gab es solche Zufälle, solche Parallelitäten? Immerhin reden wir nicht von zwei Hobbyläufern, die es millionenfach in Deutschland gibt. Hobbyläufer, die auch mal einen 10km Wettkampf bestreiten. Wir reden von zwei wirklich ähnlich Verrückten, immerhin ist Rainers Bilanz mit 230km nonstop sogar noch besser als meine, die momentan bei 177,520 Kilometern nonstop und 350 Kilometern als Etappenlauf endet. Lag das Läufer-Gen damals auf den Pizzen?

Ich weiß es nicht, ich weiß nur, dass ich die Frage nach den Parallelitäten überprüfen musste und so hatten wir ein langes Gespräch über das Laufen im Allgemeinen, über die TorTOUR de Ruhr im Speziellen und über Gott und die Welt, eben über all das, worüber ausgewiesene Verrückte sich eben austauschen. Und schon kurz danach stand der 24-h Lauf „Rund um den Seilersee“ an. Ich wollte nur kurz laufen, maximal 6 Stunden lang bis Mitternacht, und Rainer wollte erst später starten, frühestens um Mitternacht, und so hofften wir, uns vielleicht um Mitternacht herum kurz zu sehen. Aber ich verließ damals den Lauf wegen eines extremen Regens früher als geplant und er startete aus dem gleichen Grund später. Nichts war es also mit dem Smalltalk!

Aber jetzt können wir unsere Gespräche in Radebeul fortsetzen, oh, wie ist das schön!

Rainer Wachsmann beim 24-h Lauf "Rund um den Seilersee" in Iserlohn

Rainer Wachsmann beim 24-h Lauf "Rund um den Seilersee" in Iserlohn

Ich freue mich auf Dich, Laufbruder Rainer!

Mt. Everest Treppenmarathon 2010 – UPDATE

So schnell geht es: schon sind aus 19 Einzelstartern 23 geworden!

Und über einen freue ich mich ganz besonders: Michael Eßer aus Wesseling, der wahrscheinlich wieder Spenden sammelt für seinen Kinder-Verein running-for-kids.de.
Auch Michael hat 2009 enorm häufig mein Leben gekreuzt – und er wird es auch in 2010 weiterhin tun.

Eigentlich habe ich ja sein Leben gekreuzt, muss ich doch zugeben, viel meiner Läufe dieses Jahres und auch des kommenden Jahres bei ihm abgeschaut zu haben.
So war er er, der mich auf den KÖLNPFAD gebracht hat und nur zwei Lauf-Verrückte wie Michael und ich gehen so einen 171 Kilometer Lauf nur zwei Wochen vor dem UTMB an.
Also sind wir den UTMB zusammen gestartet und wir werden auch beide beim KiLL50 Anfang November die Nacht zum Tag machen und uns gemeinsam auf 50 Meilen ohne ordentliche Markierung fürchten.

Auch die TorTOUR de Ruhr im Mai 2010 habe ich bei ihm abgeschaut und habe mich dann darum gekümmert, bei diesem Einladungslauf eingeladen zu werden. Es hat funktioniert und so darf ich mit Michael und zwei Dutzend anderer Extremläufer am Pfingstwochenende nonstop die 230 Kilometer der Ruhr ablaufen, von der Quelle der Ruhr bei Winterberg im Sauerland bis zur Mündung in den Rhein in Duisburg-Rheinorange.

Und nun hat Michael bei mir nachgesehen, damit ich mich über viele Stunden gemeinsamen Treppenlaufens in Radebeul freuen darf. Schön ist auch, dass wir vielleicht die eine oder andere Trainingseinheit im neuen Jahr gemeinsam laufen dürfen. In Köln und Wesseling gibt es ja nur wenige Treppen, da ist ein Besuch an der Ahr und den dortigen Weinbergen schon angeraten. Ich freue mich auf Dich, Michael!

... bei einer Labestation des UTMB

Michael Eßer bei einer "Labestation" des UTMB