Bald geht es los: schon vom SJM träumen …

Am Samstag in einer Woche beginnt die Anreise nach Genf zum SwissJuraMarathon (SJM). Wirklich nicht mehr lange hin …
Zeit, dass ich mir Gedanken mache über das, was da vor mir liegt.
Insgesamt sind es 350 Kilometer an 7 Tagen.

Klar ist für mich, dass ich mich ausschließlich an den Cut-Off Zeiten bewegen will. Ich will viele Fotos machen und mir keinen unnötigen Stress machen.
Noch vor zwei Tagen habe ich gezweifelt, ob ich überhaupt mitlaufen könnte, mittlerweile sind die Füße soweit abgeheilt, dass ich Hoffnung habe, dass es gehen wird.
Aber auf eine „gute Zeit“ gehen und eine gute Position im Ranking anstreben? Nein, ganz bestimmt nicht.

Tag 1 – Sonntag: es beginnt nicht einfach. 47 Kilometer und ein richtig hoher Berg.

Swiss Jura Marathon Etappe 1

Tag 2 – Montag: die Etappe scheint nicht allzu hart. Nur 1.290 Höhenmeter.

Swiss Jura Marathon Etappe 2

Tag 3 – Dienstag: die längste Etappe, immerhin 56 Kilometer lang.

Swiss Jura Marathon Etappe 3

Tag 4 – Mittwoch: auch ein harter Tag, 47 Kilometer und über 2.000 Höhenmeter.

Swiss Jura Marathon Etappe 4

Tag 5 – Donnerstag: wieder eine lange Etappe mit vielen Abstiegen, schlecht für meine Knie, aber auf Biel freue ich mich.

Swiss Jura Marathon Etappe 5

Tag 6 – Freitag: glatte 50 Kilometer, aber die Strecke kenne ich.

Swiss Jura Marathon Etappe 6

Tag 7 – Samstag: die Abschluss-Etappe hat es noch einmal in sich, aber ich freue mich, in Basel meinen Bruder zu sehen und mit ihm zu feiern.

Swiss Jura Marathon Etappe 7

Ich bin meinem Lauffreund Achim und seiner Frau sehr dankbar, dass ich mit ihm nach Genf fahren darf.  So erspare ich es mir, mich ohne Begleitung vorbereiten zu müssen. Wir können uns unterhalten, vielleicht kann ich im Auto noch etwas lesen.
Ein richtig schöner Ruhetag bevor es richtig losgeht.

„Hey, hast Du so was schon mal gesehen?“

Gestern Abend war ich noch bei meinem Hausarzt.

Die beiden Blasen am kleinen Zeh des rechten Fußes und an der linken Ferse machen mir doch Kopfzerbrechen, vor allem, weil sie meinen Start beim SwissJura Marathon am Sonntag in einer Woche nicht gefährden sollten.
Zudem ist mein rechtes Bein aufgequollen und es sieht aus, als hätte ich einen „Klumpfuß“.
Beim Anblick des Beins schüttelte der Hausarzt nur mit dem Kopf und rief seinen Kollegen ins Zimmer mit den Worten: „Hey Kollege, komm mal rüber, hast Du so was schon mal gesehen?
Ich kam mir vor wie ein zu sezierendes Tier beim Tierpräparator.

Dann folgen noch die Informationen an den Kollegen, dass ich „über 177 Kilometer“ weit gelaufen wäre und anstatt mir zu helfen, diskutierten die beiden nur darüber, dass sie noch nie etwas über solche Läufe gehört hätten.

Ich hätte gleich zum Sportarzt gehen sollen!

Mir bleibt nur, das vom Hausarzt verschriebene Penicillin zu schlucken, damit der Körper mit der überschüssigen Lymphflüssigkeit umgehen kann und zu hoffen, dass die Blasen bald aufgehen und abheilen. Von heute an bleiben mir noch 11 Tage!