Aktuelles von der Webseite PROMIFLASH.DE

Endlich kann ich mich noch ein wenig mehr auf den „Marathon des Sables“ im April 2010 freuen, denn wir bekommen vielleicht eine prominente Mitläuferin. Niemand Geringeres als die Pop-Queen Madonna will mit uns schwitzen und mit uns leiden. Respekt!
Nach Joey Kelly wäre Madonna die zweite Musikerin, die zur Ultraläuferin wird. Und falls sie wirklich startet, dann versprechen wir anderen Läufer alle, dass wir sie über die Strecke tragen werden, wenn sie uns jeden Abend ein Schlaflied singt.
Bei SWR3 würde man diese Abendkonzerte dann „HAUTNAH“ nennen, Konzerte für nur ganz wenige Hörer und die sind so nah am Star wie es uns wohl nie wieder gelingen würde.
Auf auf, Madonna! Wir freuen uns auf Dich!

Aber lies den Artikel selbst:

Übernimmt sich die Pop-Queen?

Madonna trainiert für 230 Kilometer-Marathon

Ob sich Madonna (51) da nicht ein wenig zuviel zumutet? Die Pop-Queen will nun an dem berüchtigten „Marathon des Sables“ teilnehmen. Der dauert insgesamt 6 Tage und umfasst 230 Kilometer. Bis April hat Madonna noch Zeit, zu trainieren. Sie soll ihrem Management bereits aufgetragen haben, diesen Zeitraum für sie frei zu halten, damit sie auf jeden Fall teilnehmen kann.

Und das, obwohl Madonna bei einem ihrer Konzerte gleich zwei Mal in Ohnmacht gefallen war! Mit ihren 51 Jahren ist sie nun mal nicht mehr die Allerjüngste. Will sie das vielleicht nicht wahrhaben und muss sich mit solchen abenteuerlichen Aktionen ständig selbst beweisen, wie fit sie noch ist? Der „Marathon des Sables“ wird immerhin als härtester Lauf der Welt gehandelt.

Wir wünschen Marathonna trotz aller Zweifel viel Erfolg!

Das Sandmännchen kommt …


… und ich träume Nacht für Nacht vom Sand, von den Dünen und von der heißen Sonne Marokkos.

Ich erinnere mich an den Sommer 2008 in Namibia, als wir ein paar Dünen abgelaufen sind. Das war so anstrengend! Dort sind die Dünen auch teilweise 300 Meter hoch und die Namib Wüste, in der die Dünen gelegen sind, ist ja eine der trockensten und ältesten Wüsten der Welt.

Ganz besonderen Spaß gemacht hat das Quad-Bike fahren auf den Dünen. Milena, Pascal und ich übten uns als Quad-Bike Kapitäne und wir hatten so viel Spaß, dass wir gar nicht weg wollten. Aber eines ist mir aufgefallen: wenn Du ein paar hundert Meter in den Dünen bist, dann weißt Du nicht mehr, wo Norden und Süden ist. Ich hätte es mir nicht so dramatisch vorgestellt und verstehe, warum fast jeder Teilnehmer des MdS sich wenigstens ein Mal während dem Trip verläuft, trotz Kompass!

Und auf den Dünenkämmen dort wehte der Wind so stark, dass man sich fast hätte gegen den Wind fallen lassen können, ohne umzukippen. Und all das kommt nun im April richtig auf mich zu und das ohne die Aussicht, mich bei zu starkem Wind ins Auto zu retten. Jammere nicht, Du hast es so gewollt!

Noch 205 Tage bis zur Abreise! Das klingt viel und wenig zugleich, vor allem, wenn ich bedenke, was bis dahin noch alles zu tun ist:


– vor allem muss ich mir Gedanken machen, was ich alles brauche, wie viel das wiegen darf, wie viel Geld ich dafür ausgeben sollte und auch wo ich es kaufe.
Eine Adresse kann die „DARBAROUD boutik“ sein, zumindest bekomme ich die wirklich wichtigen Dinge des Lebens dort: den MdS-Buff!

Ansonsten werde ich mich wohl auf die „Einkaufsliste“ verlassen, die mir Heiko gemailt hat. Und darüber hinaus werde ich wohl ein wenig sparen müssen, um das alles zu bezahlen.
Also kein Kurztrip nach New York im November, voraussichtlich kein Ski fahren zwischen Weihnachten und dem 6. Januar und keine Reise zum Tough Guy, schade, schade, schade …
Auch beim StrongManRun 2010 habe ich auf meine vorgezogene Einschreibemöglichkeit für den Start verzichtet, nach 15 EUR in 2008, 35 EUR in 2009 sind es jetzt 75 EUR in 2010, die vom Veranstalter aufgerufen werden.
Zwar gibt es ein wunderschönes Finisher-Shirt dazu, aber für einen 16 Kilometer-Lauf ist das schon deutlich über der Marke für „gut und böse“, finde ich.

Ich mache mir auch Gedanke über die Laufshirts, die ich mitnehmen werde. Schön sollen sie sein, also werde ich sie wohl alle selbst designen. Wenn die Designs stehen werde ich darüber informieren … !

Keine Ausreden mehr …

Wäre das nicht schön gewesen: „ich wollte ja am Marathon des Sables (MdS) teilnehmen, aber ich habe leider keine Startnummer mehr bekommen“? Und dann hätte ich mich zurück gelehnt und gesagt, dass ich dort alles viel besser und viel schneller erledigt hätte.

Aber mein Pech ist, dass ich Glück hatte: heute bekam ich die Bestätigung, beim MdS 2010 dabei zu sein!

Also keine Ausreden mehr, kein Jammern, sondern nur voraus schauen, auf die Wüste freuen und mit dem Plan anfangen, festzulegen, für welche Ausrüstung man sich entscheidet, wann und wo man die kauft und vor allem: wie man das Ganze bezahlt.

Die Wüste in Marokko - 40 bis 50 Grad im Schatten, aber in der Wüste gibt es keinen Schatten!

Die Wüste in Marokko - 40 bis 50 Grad im Schatten, aber in der Wüste gibt es keinen Schatten!

Also fange ich jetzt mit meiner Suche nach einem Sponsor an. Ob ich lokal suche oder doch lieber die großen Unternehmen anspreche? Mal sehen …

Und ich fange auch mit dem Training an. Das bedeutet, dass ich ab sofort meistens mit einem Rucksack laufen werde, beschwert mit 8 bis 12 Kilogramm Orangen. (Vielleicht starte ich die ersten paar Jahre mit 8 Kilos im Rucksack und steigere dann das Gewicht in den nächsten paar Leben auf 10 oder 12 Kilogramm?)

Nur die Marathons in Berlin und in Sondershausen werde ich nicht mit Rucksack laufen. Das würde ja auch zu doof aussehen, oder?

Und ich werde wieder öfters in die Sauna gehen und dort vielleicht die eine oder andere körperliche Übung machen. Leider ist unsere Sauna relativ klein, ein Spinning-Fahrrad reinstellen wird wohl nicht gehen. Aber irgend etwas wird gehen.

Wer von Euch hat eine Idee, wie ich mich für den MdS fit bekomme? Welches Training empfiehlst Du für mich?
Schreibe mir einen Kommentar mit Deinen Vorschlägen, dann werde ich diese umsetzen. Vielen Dank!

Aallah i hafdek! (Das ist marokkanisch und heißt: Gott beschütze Dich!“)

Marokko

23:23 am 23.

Nachdem ich ja gestern den langen Lauf „geschwänzt“ habe, haben meine Frau Gabi, mein Triathlon-Sohn Pascal und ich uns entschlossen, noch am kurzen ABTEI-LAUF in Brauweiler teil zu nehmen.
Die 10 Kilometer Distanz konnten wir nicht laufen, weil Gabi einen Anschlusstermin hatte. Also nur die kurze Distanz von 5 Kilometern. Wie ich die Kurzstrecke hasse!

Pascal Ruppichteroth

Pascal auf der Strecke zur persönlichen Bestzeit (19:02 Min. auf 5.000 Mtr.) in Ruppichteroth 2009 (Archivfoto)

Zwischen den 171 Kilometern des KÖLNPFADS und den 166 Kilometern des UTMB eben mal ein kurzer Lauf, der mir zeigen soll, dass ich einfach nicht mehr schnell sein kann.

Der Lauf begann schon wenig verheißungsvoll. Nicht nur, dass ich das Startband, die GARMIN Uhr, das Singlet, die Brille und die Kappe vergessen habe, ohne die ich wirklich selten unterwegs bin, es war auch mal wieder vor allem eines, nämlich heiß, sehr heiß sogar! Aber im Hinblick auf den MdS muss ich ja froh sein um jeden Lauf in der Hitze, oder?
Und es ging wenig verheißungsvoll weiter. Nach dem Aufwärmen waren die vorderen Startplätze alle belegt, rappelvoll war es da vorne. Glücklicherweise hat Pascal einen Platz an der Sonne erobert, das hat mich sehr gefreut, weil für ihn dieser Lauf naturgemäß wichtiger war als für mich.
Also von hinten starten. „Dann aber wirklich ganz von hinten“, dachte ich mir und tippelte so langsam los, dass noch vor der ersten Startzeitnahme alle anderen vor mir waren.

Das Hauptproblem des Laufs war gleich nach etwa 50 Metern der Knick nach rechts. Und dann folgten enge und volle Wege im Stadtpark. Es staute sich schon in der ersten Kurve und ich musste immer wieder den Körper einsetzen, um ein kleines Stück weiter nach vorne zu kommen. Etliche Ellenbogen hatte ich im Gesicht oder auf der Brust gefühlt, aber ich kam nach vorne, sukzessive, Stück für Stück.
Und ich rief: „Mitte!“ oder „Rechts!“, wenn ich passieren wollte.

Es war ein Lauf über zwei Runden mit jeweils 2.500 Metern. Mitte der ersten Runde wurde die Situation mit den vollen Wegen erträglicher, das Feld zog sich zunehmend auseinander und die zweite Runde war dann fast ohne Behinderungen zu laufen. Aber wegen des holprigen Starts, der verlorenen Zeit am Anfang und der Motivationsprobleme für diesen kleinen Lauf brauchte ich deutlich länger, als ich es erhofft hatte.
Ich wollte unter 21 Minuten bleiben, das war aber nicht drin heute.

Mein Trost ist, dass Pascal, der schon zwei Mal die 5.000 Meter in 19:02 Minuten gelaufen ist auch mehr als eine Minute hinter „seiner“ Zeit geblieben ist. Trostreich war zudem, dass ich immerhin noch einen 40. Platz erlaufen konnte und sogar 3. Sieger der Altersklasse M45 geworden bin, bei insgesamt rund 220 männlichen Teilnehmern ein akzeptables Resultat. Das trägt mich dann am Freitag Abend locker und leicht auf die bescheidenen Anhöhen des MontBlanc.

Lustig fand ich aber dann die Endzeit, auf der bei mir die offizielle Uhr des Veranstalters stehen geblieben ist: 23 Minuten, 23 Sekunden – und das am 23. August!

Abtei-Lauf

Als dann einige Minuten später Gabi eingelaufen kam, da war auch sie mehr als eine Minute hinter ihrem Zeitziel zurück geblieben. Für uns drei war es also der Tag der verlorenen 75 Sekunden, 15 Sekunden pro Kilometer, ganz schon viel!

Pascal erreichte insgesamt einen hervorragenden 7. Platz von allen, aber ich wei ja längst, dass ich zu ihm den Anschluss längst verloren habe, zumindest auf der Kurzstrecke. Sein Sieg in der Altersklassen-Wertung war ja fast schon erwartet worden. Chapeau, junger Mann, weiter so!

Auch Gabi kann mit ihrem 5. Platz in der AK W45 zufrieden sein, ein schönes Event also für den läuferischen Teil der Familie.

Hat sich die Sahara schon bis Köln ausgedehnt?

Eigentlich sollte ich Anke Molkenthin anrufen und meine Zusage für den „Marathon des Sables“ in der südmarokkanischen Wüste absagen!

KP0

... immer dem weißen Kreis nach!

Als wir am Samstag um 8.00 Uhr früh beim KÖLNPFAD starteten, wusste ich schon, dass es ein sehr heißer Tag werden würde. Aber dass es so wenig Schatten geben würde, dass die Temperaturen so hoch steigen würden, das ahnte ich nicht. Und so gehörten die krampfenden Oberschenkel wohl zu den notwendigen Übeln dieses 171 Kilometer langen Laufs.

„Laufen mit Freunden“ war ja meine Devise für diesen Lauf. Meine Lauffreunde Michael Eßer und Hans-Peter Gieraths waren da, der Lauffreund Florian Bechtel betreute eine der vier Versorgungspunkte. Nur vier Versorgungspunkte, im Schnitt alle 43 Kilometer! Viel zu wenig, wenn da nicht auch noch meine Frau Gabi als Betreuerin mit ihrem Van gewesen wäre, der mit so viel Essen und Trinken vollgeladen war, dass Gabi mühelos alle 17 Starter über die gesamte Strecke hätte verpflegen können.
Trotzdem waren die vorher ausgemachten Treffpunkte an der KÖLNPFAD-Strecke oft zu wenig und der Durst war manchmal so groß wie die Sehnsucht nach moralischem Beistand.

KP1

... noch lächeln alle, aber 17 x 171km stehen noch vor den Läufern!

Dass Michael am Ende nicht im Ziel ankam ist sehr schade und Hans-Peter, mit dem ich sehr lange zusammen gelaufen bin, schaltete irgendwann noch seinen Turbo ein und schloss um zwei Plätze besser ab als ich. Aber Hans-Peter ist auch zweifellos der bessere Läufer von uns beiden.
Auf jeden Fall war es hilfreich, einen Freund an der Seite zu haben, vor allem in den heißen Feldpassagen.

Anfangs haben wir uns noch verquatscht und dabei zwei Mal die Weggabelungen übersehen, später dann war es eher still um uns und wir sprachen nur noch das, was wirklich wichtig war. Die Sonne hat uns so zugesetzt, dass ich mich teilweise fragte, wie das dann in der Sahara werden solle. Aber das kann kaum schlimmer sein, denke ich, weil die Distanzen wesentlich kürzer sind und die Luft zwar heißer, aber auch trockener ist. Also muss ich doch bei dem Ursprungsplan bleiben und den April-Anfang in Marokko erleben. Kein Grund für Ausreden … !

Als Hans-Peter und ich am zweiten Versorgungspunkt hörten, dass wir auf dem 5. und 6. Platz liegen würden, haben wir es nicht geglaubt. Aber es hat uns fast so sehr motiviert wie die kalte Dusche aus dem Gartenschlauch, die dort angeboten wurde. Kein Versorgungspunkt war mehr ersehnt wie dieser „VP2“, der von den Troisdorfer M.U.T.-lern (Marathon Ultra Team) des Siegers Michael Irrgang betreut wurde. Das lag natürlich vor allem daran, dass wir eine sehr lange extrem heiße und vollkommen schattenfreie Feldpassage in der Mittagshitze erdulden mussten.

Aber am dritten Versorgungspunkt begannen wir, zu glauben, zu hoffen und zu rechnen und als wir kurz danach den viertplatzierten überholen konnten, da wusste ich, dass ein 5. Platz möglich sein würde, viel mehr als erhofft! Und so kam es dann auch und ich war zudem sehr erfreut, noch unter der 24-Stunden-Marke geblieben zu sein.

KP2

... endlich ein wenig Schatten!

Weißt Du eigentlich, wie schön die Kölner Ecke ist? Vor allem Bergisch Gladbach und da primär Bergisch Gladbach Bensberg sind so schöne Orte mit zuckersüßen alten Häusern, mit einem traumhaft schönen Schloß und – ganz wichtig – mit dem direkten Blick auf den Kölner Dom.
Nur die vielen Menschen im Bergisch Gladbacher Freibad, die sich dort vergnügt haben, wirkten etwas störend. Neid auf das Eintauchen in kaltes Wasser war da sicher mit im Spiel.

Auch der Königsforst war schön zu belaufen, schattig und romantisch, aber danach kamen eben die baumfreien und schattenfreien Feld- und Uferweg-Passagen, die unsere Flüssigkeit aus dem Körper gesogen haben wie hungrige Stechmücken, die Blut sehen und saugen wollen. Wir froh war ich, als es Abend und damit auch kühler wurde.
Nach der Einnahme von viel Magnesium, viel Salz und den abnehmenden Temperaturen wurden auch meine Krämpfe weniger, bis sie dann irgendwann ganz aufhörten.

KP3

... jetzt abbiegen, bloß keine zweite Runde mehr! Nur noch 500 Meter!

Als mich ab der „VP3“ mein „Real Life“ Freund Detlev begleitete waren die Krämpfe schon Geschichte. Aber dennoch fühlte ich mich gefordert, ihn moralisch zu unterstützen, weil er eigentlich nur Halbmarathons läuft und auch dafür nur wenig trainiert hat. Sein Ziel war es, die 34 Kilometer vom „VP3“ bis zum „VP4“ mit zu laufen – und er hat es geschafft. Respekt, Detlev, „Hut ab“!
Aber er war viel zu früh am „VP3“, wahrscheinlich, weil er sich irgendwo verrechnet hat, als er wusste, dass wir in Köln-Porz-Wahn sind. Die Wege des KÖLNPFADS sind doch verworrener als man glaubt. Glück für ihn war, dass er so viel mit Florian Bechtel reden konnte, den ich schon vorher auf die Ankunft und die Anwesenheit von Detlev vorbereitet habe. Und die beiden hatten Spaß miteinander. Mehr will ich ja gar nicht!

Apropos Spaß: zumindest zwei Geschichtchen finde ich wert, erzählt zu werden.

Als erstes die Geschichte, als uns ein Hobbyjogger kurz vor der zweiten Verpflegung eingeholt hat. Er sah uns und die Startnummern und frage, was wir tun würden. Und wir erzählten vom KÖLNPFAD und davon, dass wir schon 50 der 171 Kilometer hinter uns hätten. Und Jörg, so heißt der Läuferkollege, sagte uns, dass er im Dezember einen langen Lauf planen würde. Auf meine Frage hin, welcher Lauf das denn sei, antwortete Jörg, dass es ein Spendenlauf sei.
„Spendenläufe kenne ich fast alle“, dachte ich und so hakte ich nach und erfuhr, dass es der „Eisweinlauf“ von Offenburg nach Baden-Baden sei, den ich schon drei Mal absolviert habe. Organisiert von Rudolf Mahlburg ist das einer der romantischten Höhepunkte des Läuferjahres, wenn Du gegen 17.30 Uhr, wenn schon alles dunkel ist, vom Berg runter kommst und das erleuchtete Baden-Baden und den schönen Weihnachtsmarkt siehst, wenn dann der Bürgermeister eine kleine Willkommensrede hält und die Weihnachtsmarkt-Besucher applaudieren, weil die Horde verschwitzter Körper aus dem 65 Kilometer entfernten Offenburg über die Hügel des beginnenden Schwarzwald gelaufen sind. Das ist immer wirklich schön!
Jörgs Bruder wiederum wohnt in Baden und ist ein enger Freund von Rudolf Mahlburg – so klein ist die Welt, wenn man miteinander spricht! Ich freue mich schon jetzt, ihn Mitte Dezember wieder zu sehen und ein wenig mehr mit ihm zu plauschen.

Als zweites die Geschichte, als ein Fahrradfahrer mich auf der Rheinuferpromenade überholt hat. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt mein drittes Laufshirt an, das Finisher-Trikot des „Swiss Alpine Marathon“ von Mitte Juli. Hübsch, schwarz und mit der stilisierten Alpen-Gemse. Zwanzig Meter vor mir bremst er plötzlich, wendet und fragt mich, ob ich bei dem „Swiss Alpine Marathon“ dabei gewesen wäre. Seine Schwester wohnt wohl in Bergün und er kannte jeden Winkel dieses Laufs. Wir waren einige Zeit zusammen, so lange, dass die Streckenkontrolleure, die uns gesehen haben, geglaubt haben, das er meine Fahrradbegleitung gewesen sei.

KP4

... 7 Uhr 47 in Deutschland ... wenn der kleine Hunger kommt!

Laufen ist eben auch immer das Aufspüren und Entdecken neuer interessanter Menschen. Und von denen habe ich an diesem Wochenende wieder viele kennen gelernt.
Als meine Frau Gabi mich dann etwa 500 Meter vor dem Ziel erwartet hat, da fiel der ganze Druck ab und ich war einfach nur noch glücklich.

Ergebnisse? Na hier!