Das Weihnachtswunder und die Kölnpfadfamilie!

Am Anfang war die Idee. Sie kam aus dem Kreis der Teilnehmenden und sie war noch sehr jung, noch ein sehr kleines Pflänzchen.
„Was wäre, wenn wir 2025 eine Wanderung durchführen würden, bei der Erlöse teilweise oder ganz dem „WDR2 Weihnachtswunder“ zugute kommen?“
Wir werden ja fast wöchentlich mit Ideen konfrontiert, was wir alles machen könnten oder sollten. Ideen gibt es viele, aber erst dann beginnt die eigentliche Arbeit.
– Passt diese Idee zu unserer Familienphilosophie?
– Sind wir personell und finanziell in der Lage, eine (bestimmt oft großartige) Idee umzusetzen?

Und erst wenn diese Fragen positiv beantwortet werden können, dann folgen die Fragen im Detail.
Im Fall der Wanderung für das „WDR2 Weihnachtswunder“ war zuerst zu klären, wie lange solch eine Wanderung sein soll. Da wir „aus Gründen“ die Zahlen 1, 7 und wieder die 1 lieben gelernt haben, entschieden wir uns für die Länge von 17,1km.
Danach entschieden wir die Frage, wo wir enden wollen, mit dem Kölner Dom, mit der Kölner Innenstadt. Für den Startpunkt haben wir dann zwei Szenarien entwickelt, entweder wir gehen vom Norden runter oder vom Süden rauf bis zur Hohenzollernbrücke, um diese wunderschöne Brücke mit den Tausenden von Liebesschlössern als Abschluss der Wanderung zu erleben. Wir entschieden uns für die zweite Variante und wählten die Endstation der Straßenbahn der Linie 7 in Köln Zündorf als Startpunkt.
Um aber nun wirklich 17,1km hinzubekommen mussten wir zwei Verlängerungen einbauen. Also zuerst ein paar Meter in den Süden gehen, das war das Eine. Und zwei zusätzliche Brücken einbauen war das Andere. Wir entschieden uns für die Südbrücke, eine reine Eisenbahnbrücke, bei der allein der Aufstieg durch die vielen Graffiti-Bilder ein Genuß ist und für die Deutzer Brücke, um auch eine längere Strecke linksrheinisch zu haben.

Die nächste Frage, die sich stellte war, wie wir es mit dem Spendengeld halten wollten. Wir haben die Möglichkeit diskutiert, einen festen Betrag jeder Anmeldung für das „WDR2 Weihnachtswunder“ zu verwenden, das schien uns aber nicht prägnant genug zu sein, kann da doch der Eindruck entstehen, dass man die Startgelder eben um jenen festen Betrag erhöht. Somit hätte man selbst keinen echten eigenen Beitrag geleistet.
Auch die Überlegung, „den Überschuss“ diesem sozialen Zweck zur Verfügung zu stellen, erschien uns nicht plausibel, weil es unser Ziel war, einen eigenen Beitrag zu dieser Veranstaltung zu leisten.
Also entschieden wir uns, das gesamte Startgeld als Spendenbetrag zu betrachten und die Kosten der Veranstaltung selbst zu tragen.
Um das Ganze für uns bezahlbar zu halten, entschieden wir uns, maximal 171 Teilnehmende zuzulassen.
Damit aber auch eine nennenswerte Summe für das „WDR2 Weihnachtswunder“ zusammenkommen konnte, baten wir um eine Mindestspende von 17,10 EUR pro Person. Dankenswerterweise haben die meisten Teilnehmenden diese Mindestspende aufgerundet, teilweise sogar signifikant. Das war ein Erlebnis, das ich wohl niemals vergessen werde.
Soweit, so gut.
Wir entschieden, einen VP einzurichten, der aber nicht im „Kölnpfadstandard“ ausgestattet sein sollte, sondern nur eine Grundversorgung ermöglichen sollte. Im Ziel sollte es einen Weckmann und ein Glas Glühwein für jeden Finisher geben.
Bei den benötigten maximal 171 Weckmännern fanden wir in der Bäckerei BOLTEN, Duisburg, einen Partner, der uns preislich entgegenkam, das war also einfach. Den Glühwein wollten wir selbst herstellen, so die Idee.
Nun kam aus dem Kreis der Kölnpfadfamilie die Nachfrage, ob wir diese Spendenwanderung auch virtuell anbieten könnten, damit hatten wir ursprünglich gar nicht gerechnet. Also neu überlegen und weitere 171 Startplätze zur Verfügung stellen.
Virtuelle Wanderer können aber keinen Weckmann und keinen Glühwein von uns bekommen, also müssen Urkunden her und Medaillen, damit der virtuelle Wanderer etwas „handfestes“ bekommt, um diese Veranstaltung gut in Erinnerung zu behalten. Beides musste designed und bestellt werden, aber das gehört dann eher in die Abteilung „macht doch Spaß“.

Und da war natürlich auch noch die Korrespondenz mit dem „WDR2 Weihnachtswunder-Team“. Die Teammitglieder mussten informiert und inspiriert werden, ein halbes Dutzend Mails gingen also Richtung WDR, bis wir die Zusage erhielten, dass eine Moderatorin des WDR, Katharina, sich bei uns wegen einen kleinen Interviews melden würde. Dieses Interview am Donnerstag, 11.12.2025, also zwei Tage vor dem Event, war großartig und brachte nochmal einen riesigen Schub in die Anmeldungen, vor allem für die virtuelle Wanderung. Vor allem aber brachte es Teilnehmende, die bisher noch nie ein Event von uns besucht hatten. Danke WDR2!
Den Mitschnitt dazu findest Du auf unserer Webseite https://koelnpfad.com/13-12-2025-die-koelnpfadfamilie-wandert-fuer-den-guten-zweck/.
Als Ziellocation hatten wir ein Hotel am Dom im Blick. Dort haben auch schon andere Laufveranstaltungen geendet. Wir waren also ziemlich sicher, dass das funktionieren würde.
Es war dann am Dienstag vor der Veranstaltung, dass uns dieses Hotel abgesagt hatte. Merde! Shit!

Was nun, dachten wir und ich begann „Klinken zu putzen“. An einem Adventssamstag kurz vor Weihnachten, zudem am Abend, war es schwer, überhaupt offene Ohren für solch eine Aktion zu finden ist schwierig, das habe ich bei den vielen Anfragen gelernt. Linksrheinisch in der ersten Reihe ging gar nichts, also weiter in der zweiten Reihe, vom Rhein aus gesehen. Auch hier – Fehlanzeige.
Der Blick ging dann über den Rhein, da gibt es den Landschaftsverband Rheinland mit einem großen Gebäude und … da ist doch ein Pop-up Glühweinstore. Da frage ich doch einfach mal nett nach.
Schnell wurden wir uns einig, wenngleich natürlich mit der Prämisse, dass der Shop seinen sehr guten Glühwein verkaufen kann, wir aber bekommen die Location mit einem atemberaubenden Blick auf die Hohenzollernbrücke und auf den Kölner Dom.

Die Bestätigung durch die Geschäftsleitung folgte einen Tag später – Bingo! So soll es sein.
Und als Belohnung für die Steckenänderung gab es für die Teilnehmenden der Präsenzwanderung einen neuen Track und die Zusage, ebenfalls eine Medaille zu erhalten.
Nun dachten wir über den VP nach und die Bestückung. „Nur ein Wasser-VP“ war ausgeschrieben, aber wer mich kennt, der weiß, dass es bei uns immer ein wenig mehr sein darf. Also gab es neben Wasser, still und mit Kohlensäure, auch einen warmen Zitronentee, Coca-Cola und weihnachtliche Spekulatius.

Was wir bekommen haben, das waren 280 Teilnehmende, davon 146 Teilnehmende in der Präsenzveranstaltung und stolze 134 Teilnehmende in der virtuellen Variante. Es gab eine Großspende einer befreundeten Wanderveranstaltung und es gab Personen, die zwar nicht wandern, aber helfend beitragen wollten. Großartig, wer hätte das gedacht?
Und diese 280 Teilnehmenden haben dann, zusammen mit der Großspende und den Gönnern, 7.079,20 EUR als Spendensumme eingebracht.

Für den 16. Dezember 2025 hatten wir geplant, den symbolischen Scheck an das „WDR2 Weihnachtswunder-Team“ zu übergeben. Also erst solch einen Riesenscheck besorgen, nach Essen fahren, ein wenig zeitliche Sicherheit einbauen. Aber wir waren pünktlich, sogar etwas überpünktlich.
Dort auf dem Bugplatz in Essen herrschte allerdings Karneval, Weihnachten und Ostern zusammen. So viele Menschen, Kameras, die das Ganze live ins Netz übertrugen, Schlangen von Menschen, die ihr Scherflein beitragen und einen Musikwunsch ergattern wollten und die Hauptschlange stand vor dem WDR2 Glashaus. Sie reichte über den ganzen Platz, um die Kurve herum und weit in die Nebenstraße hinein. 150 Minuten Anstehzeit waren vorhergesagt – und das mit einer bestenfalls minimalen Chance, im Radio wieder Gehör zu finden.
Also haben wir uns entschlossen, einen alternativen Plan zu entwickeln und wir haben uns mit der schönen Kölnpfad UltraWandern 2025 Rückwand vor eine große blaue „WDR2 Weihnachtswunder-Säule“ zu stellen, dort ein paar Fotos zu machen und machen zu lassen, die Überweisung des Geldes findet dann ganz banktechnisch mittels SEPA statt.

Was wirklich beeindruckend war, ist, wie viele Menschen, Gruppen, Vereine, Schulklassen dabei waren. Und welche Summen hier generiert wurden. Auf der Hinfahrt erzählte man im WDR2 von einer Schulklasse, die ein Sponsorenschwimmen veranstaltet hatte. Jede 25 Meter Bahn brachte Geld für das „WDR2 Weihnachtswunder“. Und die Kids schwammen mal 38 Bahnen, mal 45 Bahnen und sie schafften es, stolze 13.000+ EUR zusammenzuschwimmen.
All das zeigt, dass der WDR2 mit diesem Programm einen Nerv der Bevölkerung getroffen hat. Auch wenn wir uns eine schönere Scheckübergabe gewünscht hätten, angesichts dessen, dass wir nicht einmal ein Promille zur Gesamtspendensumme beitragen konnten, war es ein echtes Erlebnis, das Treiben auf dem Essener Bugplatz zu erleben, natürlich bei bestem „Frühlingswetter“ mit Sonne und 14 Grad Temperatur.
Alles richtig gemacht, denke ich und ich verneige mich in Demut vor allen Personen, die Teil dieser Spendenwanderung waren, ob als Teilnehmende, als Gönner oder auch als Partner.
Danke und auf ein Neues in 2026!

Merci, merci, für die Stunden …

Kölnpfad9 Kölnpfad6Wenn es nur der Eine war, der eine Moment der Zufriedenheit, jener, in dem ich der Gesamtsiegerin Tini (Kristina Tille) und dem Sieger des Bewerbs der Männer, Christoph Janthur, ihre in Holz gefassten KÖLNPFAD-Fliesen und ihre silbernen KÖLNPFAD-Gürtelschnallen überreichen durfte, dann wäre es all die Mühe wert gewesen, die ich in den letzten Monaten in dieses Event gesteckt habe.

Es war ein großartiges Event an einem denkwürdigen Wochenende, an dem Deutschland einen neues Hitzerekord bekam. Aber musste das ausgerechnet bei meiner Premiere passieren?
Vieles lief nach Plan, aber einiges auch nicht. Manches davon wusste ich vorher und hatte es mangels Zeit oder Etat nicht geschafft, vieles von dem, was verbesserungswürdig gewesen wäre, ahnte ich aber vorher nicht.
Nun soll man aus solchen Dingen für die Zukunft lernen und sie nicht thematisieren, ich belasse es deshalb dabei, zu sagen, dass es in 2016 Verbesserungen beim KÖLNPFAD geben muss und wird.
Später gehe ich darauf noch im Detail ein.Kölnpfad3 Kölnpfad1

Knapp 70 LäuferInnen, inclusive der beiden WahlschweizerInnen Ricarda Bethke und Jens Vieler, die erst am Abend der Pastaparty zu uns gestoßen sind, waren als Einzelstarter gemeldet, dazu sechs Staffeln und der Aussicht auf eine siebte.
Eine sensationelle Zahl, von der ich vorher nicht zu träumen gewagt hätte.
Aber dann kamen krankheitsbedingte Absagen und dann kamen die Wettervorhersagen. 39 Grad! Im Schatten! Und Schatten gibt es auf weiten Teilen des „Pfads“ nicht.

Am Ende starteten Mitte 40 „öm Kölle heröm-Läufer“, die ich später dann „Helden der Gluthitze“ genannt habe. Und aus den 6 Staffeln wurden fünf und das auch nur, weil zwei Läufer (Birger und Dennis) von der großen Runde auf eine Staffeletappe herunter gegradet haben. Einer davon lief dafür seine Etappe gleich zwei Mal. „Das Auto holen,“ wie er sagte.

„Ultraläufer sind anders,“ heißt es. Und das stimmt. Ultraläufer helfen sich gegenseitig, wo sie nur können. Und so wurden aus den offiziell vier Verpflegungspunkten … viele.
Und die wenigsten davon wurden von den KÖLNPFAD-Volunteers betreut.

Udo Kamps erfand eine Wasserstelle bei km 87,5, nachdem er als Startläufer eine Etappe weit gerannt ist. Das war der „Stand der Kinder“, Kinder, die zufällig vor Ort waren und fasziniert und begeistert den Läufern applaudierten. Es entstand dabei nicht nur ein legendäres Foto mit dem knienden Udo, es wurde auch mein Satz des Wochenendes als Frage gestellt: „Müssen die Läufer keinen Mittagsschlaf machen?“
Kölnpfad2Und Ralf Behrend zelebrierte einen, etwa 15 K vor dem Ziel, mitten im Wald, mitten in der Nacht. Und was für einen! Da gab es nicht nur eine lange mit flackernden Kerzen beleuchtete „Einlaufspur“, Ralf hatte zu Hause extra Handtücher ins Gefrierfach gepackt und diese dann, bretthart, den Läufern übergeben.
Welch ein Luxus. Und was für ein Segen bei nächtlichen immer noch 25 Grad!

Alle anderen Labestationen wurden von den Support-Crews der Läufer oder von einer Etappenläuferin betrieben, das offizielle Fotografenteam packte sich ein paar Kanister Wasser ein, alles half allen.
Und ohne diese zusätzlichen, teils mobil den Läufern folgende, Wasserstellen wäre wohl kein einziges Finish zu feiern gewesen.

Allen, die das möglich gemacht haben, danke ich von Herzen. Ihr habt damit auch mein Wochenende erhellt und den Glauben an Solidarität gelebt.Kölnpfad11 Kölnpfad8 Kölnpfad5
Aber auch die offiziellen Verpflegungsstellen gaben mehr als nur „Routine“.

Der VP1 wurde von Susanne Alexi und Florian Bechtel betreut. So weit, so gut. Anschließend aber übernahm Susanne noch die Fahrradbegleitung für Thorsten Stelter, der am Ende sensationell Dritter bei den Herren und Gesamtvierter werden sollte.
Florian übernahm noch für einige Stunden einen Extra-VP, ein echter Support-Profi eben. Nun freut sich Florian auf seinen eigenen Start beim KÖLNPFAD 2016. Und ich freue mich auf ihn.

Der zweite Verpflegungspunkt wurde vom TV Altendorf-Ersdorf belebt. Erst waren Jürgen Bäcker und seine Tochter dort, dann Anja und Andreas Klotz. Den Abschluss bildete dann Monika, eine ganz erfahrene Supporterin.
Und alle fünf, selbst bestenfalls Marathonis, waren „angefixt“ von der Freundlichkeit der Läuferinnen und Läufer, von der Ruhe, die ausgestrahlt wurde, von den Geschichten, die sie gehört und erlebt haben und natürlich von den außergewöhnlichen Leistungen unserer Helden auf dem Trail.
Spätestens jetzt muss es sich für Jürgen und den Rest des Vorstands des TV Altendorf-Ersdorf, gut und richtig angefühlt haben, die offizielle Trägerschaft des KÖLNPFAD-Ultralaufs übernommen zu haben.
Danke an dieser Stelle an die Vorsitzende, Hanna Esser, und an ihr Team!

Der dritte Verpflegungspunkt wurde von echten Profis gemanagt. Michael Irrgang und seine Frau hatten die Mammutaufgabe, einen Stand ab 16 Uhr bis weit nach Mitternacht zu betreuen. Zudem war Michael, selbst Lauftrainer, Ultralauf-König und Fixpunkt unseres gemeinsamen Hobbies, auch mein Berater, als es draußen immer heißer wurde und sich in meinem Kopf immer mehr Sorgen türmten.
Aus diesen Gesprächen heraus entstand auch die Einsicht, dort am VP3 auch einen 100 K – Bewerb enden zu lassen. Jens und Ricarda hatten von Anfang an „nur“ vor, diese 100 K zu laufen, Rob, Jörg, Patricia, Dietmar, Nile und Betty nahmen das Angebot, dort zu finishen, gerne an.
Die Rückfahrt zu viert im Sprinter mit nur drei Plätzen war gewöhnungsbedürftig, aber wer fragt in der tiefen Nacht nach 3.00 Uhr danach …?

Den vierten und letzten Verpflegungspunkt hatten die Citytrail Cologne Runners um Thomas Wimmer übernommen. Eine besonders schwierige Sache, da die Öffnungszeit der Ladestation immens lang, die Anzahl der zu betreuenden Läufer aber nur noch gering war.
Mit etwas Schlaf gut durch die Nacht kommen war die Devise, „klasse gemacht“ war meine Wertung.Kölnpfad7

Aber da waren doch noch mehr Leute? Natürlich.

Christoph Mintgen, zum Beispiel, der außer eine Etappe zu laufen, auch immer präsent war.
Tobi Schreiber, der den Sprinter gefahren und die VPs auf- und abgebaut hat. Dass obendrein noch viel geschleppt werden musste, sei nur nebenbei erwähnt.
Und dabei wiegt ein 8 Liter Kanister Wasser in der Hitze mindestens drei Mal so viel.
Oli Witzke, der „Läufer Bespaßer“, half am VP1 aus und machte sich dann als mobile Zapfstelle mit Wasser, Apfelschorle und Salztabletten auf Läuferverfolgung.
Kölnpfad4Dorothea Gierra war die Professionellste von uns. Sie begrüßte die Ankommenden, machte den Check-In, verteilte, fand immer alles für mich, was ich in meiner Hektik suchte. Und ich suchte oft. Meist das, was eben erst wiedergefunden wurde. Dorothea, ich bewundere Dein fotografisches Gedächtnis!
Und nebenbei, neben ihrer 48h-Schicht, lernte ich viel von ihr und von ihrem Leben.
Vor allem Gabi, meine „besseren Zweidrittel“, knüpfte an die Gespräche an, die wir mit ihr vor Monaten auf Gran Canaria begonnen hatten.

Und da wäre ich auch schon bei der Letzten, meiner Besten.
Über Monate musste sie meine Launen ertragen, wenn es hier oder da wieder eine Absage gab. Unsere ehelichen Gespräche drehten sich irgendwann nur noch um den KÖLNPFAD. Und sie plante mit, sie shoppte mit, sie räumte mit, sie putzte mit und all das mit ihrer unvergleichlich positiven, freundlichen Art. Sie war im Start/Zielgebiet, an VP2, sie holte Läufer ab und sie flog mit Frank Woossmann Richtung Kölner Hauptbahnhof, während ich schlief. Wenn ich nicht schon verheiratet wäre, ich würde das glatt noch einmal tun …

Ohne all die genannten und ungenannten lieben Menschen wäre es nicht möglich gewesen, ein Event zu erleben, dass förmlich nach einer Wiederholung schreit. Wieder im Juli. Wieder in Köln-Dünnwald. Wieder auf dem KÖLNPFAD.
Hoffentlich dann aber mit einer etwas abgedunkelten Sonne, vielleicht sogar bei bestem Läuferwetter?

Früh Sport wird wieder dabei sein, „frappant“ auch, hoffentlich auch Sponser mit seiner fein austarierten Ultraläufer-Nahrung.
Ein Tracking-System wird wahrscheinlich dabei sein, mindestens jedoch ein elektronisches Zeiterfassungssystem, damit die Zwischenergebnisse online einsehbar sind.
Nie, wirklich nie, hätte ich gedacht, dass sich so viele Menschen für solch ein Rennen interessieren!

Außerdem wird ein Getränkewagen mit kalten Getränken die Strecke halbieren, vielleicht gibt es sogar einen Luxus-Verpflegungsstand, vielleicht von „frappant“, vielleicht von einem anderen Restaurant.

Pläne und Ideen gibt es also genug, lassen wir diese Träume fliegen, hauchen wir ihnen Leben ein!

Vorher werden wir öfters zu „Little KÖLNPFAD“ Testläufen einladen und die Markierungen überprüfen und erneuern, damit auch an dieser Stelle alles passt..

Dann ist ein Dach über dem Event, ein Schirm, der das Event beschützt.
Und für diesen Schirm suche ich in den nächsten Monaten noch einen Herren.

Einen Schirmherren …
Kölnpfad10

Die Schatzkiste hat ihren Platz gefunden …

Jetzt bin ich doch glatt den letzten Hinweis schuldig geblieben. Aber das ist gar nicht so schlimm, weil ich heute doch einen Platz wählen musste, der noch etwas südlicher liegt als der, den ich zuerst im Auge hatte.
Die „KÖLNPFAD“-Läufer müssen also hinter Köln-Rodenkirchen noch nicht nach rechts abbiegen, sondern weiter dem Radweg folgen, ganz genau bis zu diesem Zeichen:

Die schlechte Fotoqualität liegt dabei daran, dass ich im Morgengrauen dort war.

Wir sind also noch etwas südlicher als Köln-Rodenkirchen, nämlich auf der Höhe von Köln-Sürth. Wenn Du von Köln aus kommst, dann bist Du in etwa am letzten schönen Punkt der Strecke, kurz bevor mit dam Hafen und den Raffinerien von Wesseling der wenig schöne Teil des Rheins beginnt. Sehen kannst Du diese Beleidung der Augen aber schon …

Von Bonn aus kommend ist die Welt natürlich schöner. Du hast den Umweg um den Hafen hinter Dir und bist gerade wieder auf dem Radweg und läufst Richtung Köln. Der Dom ist zwar noch nicht zu sehen, aber Du merkst schon, wie Dein Herz vor Vorfreude auf die Silhouette des Doms höher springt. Der Rhein liegt rechter Hand, momentan jedoch fast ohne Wasser und schon bald würde die schöne Promenade von Rodenkirchen kommen.
Du siehst als das:

Am deutlichsten aber ist das Versteck mit dieser weißen Markierung beschrieben:

Oder, um ganz genau zu sein, hinter eben dieser weißen Markierung:

Immer noch nicht ganz klar? Das verstehe ich gut. Aber schau doch mal hier:

(Klicken zum Vergrößern ... )

Der vierte Hinweis …

… ist nur winzig klein. Immerhin ist die Location schon relativ deutlich beschrieben:

– Kölner Süden
– am Rhein auf der richtigen Rheinseite
– an einer Laufstrecke, die einerseits vom „Kölnpfad“ und auch von der Laufstrecke Bonn-Köln begangen wird.


Heute gibt es den vierten Hinweis in die Richtung, was für ein kleiner Schatz denn gefunden werden kann …

Bei einem Schatz denkt man zuerst an eine Schatzkiste, alt und aus Holz. In meinem Fall stimmt das nur zum Teil. Richtig ist, dass es sich um eine Kiste handelt. Auch das Material Holz ist richtig, aber die Kiste ist neu.
Es ist eine von 24 von deutschen Bloggern versteckte „Florena Abenteuerkiste“.
Auf dem Blog www.natur-erleben.com/blog findest Du mich unter dem 5. Dezember.

Nun weiß ich ja, dass nicht jeder Leser, nicht jeder meiner lieben Lauffreunde in und um Köln lebt. Und ob es der kleine Schatz wert ist, dafür von München nach Köln zu fahren muss auch jeder für sich selbst beurteilen. Aber Du findest auch unter den anderen Daten bis zum Weihnachtsfest andere Blogger, die auch eine „Florena Abenteuerkiste“ verstecken – und vielleicht ist da jemand dabei, dessen Versteck näher an Deinem Wohnort liegt?

Die Blog-Seite wird übrigens ständig aktualisiert, die Verstecke nach dem 8. Dezember werden erst später gezeigt. Es lohnt sich also, dort später noch einmal nachzusehen.
Was genau in der Kiste ist verrate ich Dir hier natürlich noch nicht, aber so viel sei verraten:

Es ist etwas für Männer, Frauen können es dann am Nikolaustag dem Liebsten in den Stiefel packen, es pflegt und es ist so wie wir: naturverbunden, ökologisch und auch ein wenig wertvoll.

Morgen kommt dann der letzte Hinweis auf den genauen Fundort und dann, am Montag, freue ich mich, wenn Du diesen Schatz findest. Dabei wäre es super schön, wenn Du eine digitale Fotokamera dabei hättest …

Der dritte Hinweis …

Im Kölner Süden auf der richtigen Seite des Rheins gibt es eine Stelle, die mir besonders am Herzen liegt.

Sie ist nicht nur schön anzusehen, etwas abseits der Teilstadt Köln-Rodenkirchen, ein wahres „Läufer El Dorado“, wo täglich Hunderte von Läufern sich den Bürofrust aus dem Kopf und Kraft in die Oberschenkel und Waden laufen, sie ist mir auch deshalb wichtig, weil sich viele Erinnerungen damit verbinden.


Der „Kölnpfad“ geht dort vorbei, es ist auch ein Stück Strecke von dem verrückten Anlauf zum Ratinger 24-h Lauf im Vorjahr, der so viel Spaß gemacht hat.
Nach der Photokina bin ich über dieses Stück Kölner Bodens nach Hause gelaufen und jeder Lauf, den ich nach Köln absolviere, geht hier vorbei.

Dort bin ich 2009 beim „Kölnpfad“ von einem entgegenkommenden Fahrradfahrer angesprochen worden. Es war kurz vor dem VP3 gewesen, wir hatten schon bald 100 Kilometer auf der Uhr, noch lief ich mit und kurz hinter Hans-Peter Gieraths. Ich trug ein Finisher-T-Shirt vom Swiss Alpine, das schwarze mit dem roten stilisierten Steinbock drauf.
Der Fahrradfahrer fuhr an mir vorbei, hielt an, wendete und sprach mich an. Er wollte alles über den Swiss Alpine wissen, seinen Traumlauf, wie er sagte. Ich erzählte und er begleitete mich ein paar Kilometer lang, so lange, dass ich am VP3, der etwas erhöht nach einem Rechtsknick lag, geradeaus vorbei lief. Die Crew des VP3 dachte, dass der Fahrradfahrer meine Fahrradbegleitung wäre, rief uns, aber wir waren so ins Gespräch vertieft, dass die Rufe ungehört verhallten.

Dort überholte mich auch der ambitionierte Läufer, der für den Köln-Marathon 2010 trainierte, um dann, wenige Kilometer später, atemlos und vollkommen erschöpft am Rand zu stehen und nicht mehr weiter zu können. Das war bei meinem Lauf nach Ratingen-Breitscheid und ich nahm ihn langsam mit auf meinen weiteren Weg bis zu seiner Wohnung.
Wir unterhielten uns über das, worüber Läufer am liebsten reden, über diverse Läufe, passierten die Absperrungen des am nächsten Tag stattfindenen Cologne 226“ Triathlons und ich gewann wieder an Kraft durch diese Begegnung.

Du siehst, mein „schönster Platz in der Natur“ trägt viele Erinnerungen für mich, deshalb habe ich ihn ausgewählt für den Schatz, für die Schatzsuche.