Wunderbar Wandern auf La Gomera

Fünf Tage Wandern auf La Gomera – Wahnsinn, was für eine Insel! Mit Europas letztem Urwald, den riesigen Nebelwaldflächen, ein wenig Madeira. Mit den Lavafeldern ein wenig Lanzarote und mit dem Wüstenflächen ein wenig Gran Canaria. Alles in Einem und das auf kleinstem Raum.
Ob es die „rote Erde“ war, oben beim Aussichtspunkt Mirador, der weit hinüberhängt über das Tal, wo die Felsen fast senkrecht Hunderte von Metern runtergehen, so steil, dass ich erst gar nicht glauben wollte, dass wir dort hinunter gehen können oder ob es die Flechten waren im Nebelwald, die mir halfen, mich in diese zweitkleinste der sieben Hauptinseln der Kanaren zu verlieben, weiß ich nicht. Vielleicht war es aber auch einfach die hoch auf dem Berg, stolz auf einer riesigen Säule stehende, Skulptur von Cristobal Colon (Christopher Kolumbus), die in der Nacht weiß auf die Hauptstadt San Sebástian de La Gomera herunterscheint, so, als ob sie schweben würde. Diese Statue erinnert daran, dass Kolumbus zum letzten Mal vor der großen Atlantiküberquerung nach „Indien“ vor La Gomera lagerte, um dort Wasser und Proviant zu laden. Das war am 12. August 1492, die Älteren unter uns werden sich vielleicht daran erinnern.

Auf jeden Fall ist es eine großartige, wunderschöne und begeisternde Insel, auch, weil die 25.000 Einwohner, mehr Einwohner hat die Insel nämlich nicht, die pure Lebensfreude ausstrahlen und jede Gelegenheit feiern, die sich ihnen bietet. Ob das auch schon 1492 so war?
Heute jedenfalls ist es ein Anziehungspunkt auch für viele deutsche Aussteiger, von denen es vor allem in der Stadt Valle Gran Rey immens viele gibt. Sie dominieren das Stadtbild, ob sie nun einfach trommeln, Gitarre spielen, singen, Schmuck verkaufen oder einfach nur chillen. Viele dieser Aussteiger sind älter, aber eben nicht alle. Vielleicht sollte man hier neidisch werden, weil es eben diese Menschen gibt, die Dir zeigen, wie einfach das Leben sein kann und die immer nur den Augenblick leben.

Ich mag ja die Veranstaltungen von Michi Raab und seiner Webseite www.laufcoaches.com. Da tickt keine Uhr, es gibt keine Wettkämpfe, das Erreichen der täglichen Etappenziele ist der Erfolg. Deshalb ticken die Teilnehmenden dort auch anders als bei den anderen Stage Races. Lachen, fotografieren, die Aussichten genießen, auch mal auf eine Palme klettern oder wie blöd auf einem Rundkurs auf dem höchsten Berg der Insel, dem 1.487 Meter hohen Alto de Garajonay, rumrennen. Alles wird getan, um die Tagesetappen mit Freude zu füllen.
Und Freude hatten wir jeden einzelnen Tag.

Schade war nur, dass es aufgrund mehrerer Absagen nur eine sehr kleine Truppe war, die sich die fünf Wandertage gegönnt haben. Direkt danach im Anschluss waren es immerhin 10 Läufer, die die Insel an drei Lauftagen zu entdecken versuchten. Ich sollte und wollte der Elfte sein, aber daraus wurde leider nichts. Micha und Linda waren also meine ständigen Begleiter und „Höschenfotos“ von Happy Undies wurden permanent geschossen. Und auch das Stoff-Faultier „Fauli“ wollte oft fotografiert werden, soweit zu der Truppe der Wanderer.

Fünf Wandertage also, einer schöner als der vorhergegangene Tag, wunderschöne Strecken, steile Aufstiege mit ebenso steilen Abstiegen. Flach gibt es nichts auf La Gomera, außer vielleicht meine wenigen Witze. Wir hatten, wie bei Michi Raab üblich, immer nur unseren Daypack dabei, ein oder zwei Mal pro Tag stand er uns liebevoll betreuend an der Strecke, damit wir Wasser auffüllen konnten. Das geriet immer zu einer willkommenen Pause, für die ich stets dankbar war.
Ganz besonders war der Gang durch den schmalen und niedrigen Tunnel, hoch oben in den Bergen. Dass ich mich bücken musste, vor allem zu Beginn, das dachte ich mir. Dass Wasser im Tunnel steht, ebenfalls. Ich dachte aber nicht, dass selbst mir das Wasser teilweise bis zur Hüfte reichen würde und auch nicht, dass an vielen Stellen 30 Zentimeter tiefer Morast lag, durch den es zu waten ging. Wir hatten uns für Flip-Flops entschieden, was bedeutete, dass Du bei jedem Schritt das hintere Bein mit dem Flip-Flop aus dem Morast ziehen musstest, angestrengt darauf achtend, dass die Schuhe an den Füßen blieben. Wer hätte denn in dem Morast nach den Schuhen suchen wollen?
Zum Glück waren nicht die ganzen 800 Meter, die der Tunnel lang ist, so schwierig und auch dieser Weg, der kein leichter war, endete irgendwann. Im Nachhinein war es dennoch ein Highlight, auch weil irgendwann eine kleine Steinlawine den Durchgang so klein gemacht hat, dass wir ohne unsere Rucksäcke und nur auf allen Vieren da durchkamen.

Ich erspare Dir die Beschreibung der einzelnen Etappen, Du wirst sie sicher auch mal Wandern wollen. Gute Entscheidung, sage ich dann dazu, wenn Du Dich dafür entscheidest, Du wirst es nicht bereuen. Und wenn Du Dich für die Veranstaltung von Michi Raab entscheidest, dann bist Du gut aufgehoben, gut betreut und Du genießt auch die täglichen gemeinsamen Abendessen. Wir hatten dabei das besondere Glück, einmal die „Beerdigung und Verbrennung der Sardine“ mit anschließendem Feuerwerk und großer Party auf den Straßen erleben zu dürfen, es war ja auch der Aschermittwoch, das Ende des Karnevals. Aber am darauf folgenden Samstagabend war schon wieder Party angesagt, wieder waren die Leute verkleidet mit liebevoll gestalteten Kostümen, meist selbst gemacht, ob als Cupcake, als Bantu-Frau oder als Matrone. Dazu Livemusik der besseren Art, sodass Du die Lebensfreude der Insulaner fast mit Händen greifen konntest.

Aber auch diese fünf wunderschönen Tage sind vorbei gegangen und nach dem Highlight des Wanderns und Genießens kommt dann „der Blues“, wenn Du realisierst, dass es wieder nach Hause geht. Weg von den heißen Temperaturen hin ins usselige kühle Regenwetter Deutschlands.
Aber eines weiß ich gewiss: La Gomera ist ein Wanderparadies, das ich bestimmt nochmal sehen werde.

Es bleibt mir nur noch, Dank zu sagen an Michi Raab für die Organisation und Betreuung des Events, an meine zauberhaften Mitwanderer und erneut an Michi Raab, weil seine Drohnenaufnahmen einfach fantastisch sind und er mir damit eine Idee in den Kopf gesetzt hat, der ich vielleicht irgendwann nachgehen werde.

Halt, zwei Dinge noch:
Am Aschermittwoch aßen wir im Restaurant La Taska. Der Sohn des Inhabers ist Skyrunning Weltmeister gewesen und er hat so ziemlich alles gewonnen oder auf einem Podestplatz abgeschnitten, was man gewinnen kann. Unzählige Trophäen stehen im Restaurant herum und Du kommst aus dem Staunen nicht mehr heraus.
Und es soll auch erwähnt sein, dass es auf der Insel eine einzigartige Pfeifsprache gibt („El Sibo“), die vermutlich einst auf allen Kanarischen Inseln zur Verständigung diente und heute nur noch auf La Gomera gepflegt wird. Sie ist auf La Gomera sogar seit Jahren Unterrichtsfach an Schulen. Begünstigt durch die schallreflektierende Wirkung der Bergwände ist hier Verständigung über Distanzen von bis zu 10 Kilometern möglich, die mit Rufen oder Schreien nicht überbrückt werden können.
Als ich mit dem Taxi zum Flughafen am Playa Santiago fuhr, berichtete und zwitscherte der deutsche Radiosender davon. Ich jedenfalls konnte die einzelnen gepfiffenen Sätze nicht unterscheiden, umso bemerkenswerter, dass die Insulaner dies beherrschen.

Das Finale: https://www.facebook.com/michael.raab.566/videos/1133178904357431/

Ab in den Süden, der Sonne hinterher …

Ich wollte schon lange nach La Gomera, auf die zweitkleinste Insel der Kanaren. Spätestens, seit mir mein langjähriger Freund Michi Raab von www.laufcoaches.com erzählt hat, wie schön es dort ist.
Als bekennender Fan kanarischer Inseln, allen voran natürlich Gran Canaria, wollte ich La Gomera also kennenlernen.
Michi bot seit einigen Jahren ein langes Laufwochenende dort an, ähnlich locker wie ich es bei ihm auf Mallorca (GR221) und auf Korsika (GR20) erlebt habe. Kein Wettkampf, dafür Gemeinschaft und gemeinsames Erleben schöner Laufrouten.
Es hat aber zeitlich bislang nie gepasst. Da waren der Job, die vier Takte des „Kölnpfadwandern im 4/4 Takt“, private Termine …
Aber manche Menschen machen halt schöne Dinge, andere Menschen haben Ausreden.

2024 hatte ich keine Ausreden mehr, vor allen nicht, weil erstmals zum Lauf (https://www.laufcoaches.com/gr132-around-la-gomera) auch Wanderungen (https://www.xn--knigsmarsch-rfb.de/la-gomera) angeboten wurden.
Also stand ich vor der „Gretchenfrage“: Wandern oder Laufen?

Das hatte ich dann auf Facebook gefragt, viele Antworten erhalten und ich habe dann abgewogen, was mir wichtiger ist, was ich mir eher zutraue und worauf ich mehr Lust hätte.
Und die Antwort war: Beides.
Also erst fünf Tage lang wandern, danach drei Tage lang Laufen, inklusive eines kleinen Bergultras.
Und auf diese insgesamt 8 Sporttage auf der Insel freue ich mich sehr.

Heute ist mein Anreisetag.
La Gomera liegt nicht gerade „kurz hinter Kassel“, sondern Du fliegst erst entweder nach Teneriffa Süd und nimmst dann eine Fähre nach St. Sebastian auf La Gomera oder Du machst es wie ich es für mich entschieden habe. Du fliegst nach Gran Canaria und nimmst dann einen Binter-Flug nach La Gomera.

6.00 Uhr morgens, der Wecker klingelt, der Zeitplan ist eng.
Der Koffer ist schon weitgehend gepackt – und das war schon eine riesige Aufgabe. Was nimmt man mit auf solch einen Trip. Es ist warm auf La Gomera, natürlich. Die Insel liegt neben der Sahara, neben Afrika. Aber es gibt auch Berge dort, nicht allzu hoch, rund 1.470 Meter hoch ist der ___ , die höchste Erhebung der Insel.
500 Höhenmeter niedriger als der Pico de las Nieves auf Gran Canaria, aber dort bin ich im Februar auch schon in dickem Schnee gelaufen.
Für die Wanderung also eine Wanderhose, aber nicht die dickere, die ist zu warm. Dazu die Socken, zur Sicherheit Sport-Unterhemden, die Funktionsshirts. Ein Fließpulli muss mit, eine Regenjacke, eine Laufjacke. Zwei Paar Laufschuhe, auch zum Wandern. Bei der Größe meiner Schuhe sind drei Paar Treter einfach nicht drin.
Und noch die Laufhosen, drei kurze Höschen, zur Sicherheit aber auch zwei Dreiviertelhosen, man weiß ja nicht, wie es kommt, weitere Socken, noch mehr Laufshirts. Armlinge, ganz wichtig. Und Pflaster, schon um die Brustwarzen abzukleben.
Zwei Kappen, Sonnenmilch, Sonnenbrille, Sportbrille, ein paar Riegel gegen den kleinen Hunger auf den Strecken, die leichten Laufstöcke – es hört nicht auf.
16,5 Kilogramm zeigt die Waage, super. 23 Kilogramm darf ich nach Gran Canaria mitnehmen, aber nur 20 Kilogramm erlaubt Binter. Da ist ja gewichtsmäßg noch viel Luft nach oben.
Also noch mal nachsehen, es gibt doch noch Dinge, die Du am liebsten bei Dir hättest.
Am Ende sind es 21,2 Kilogramm und ich hoffe, dass Binter da deswegen keinen Stress macht.
Duschen, anziehen, den Koffer fertig packen und ab damit ins Auto.

6.45 Uhr, Abfahrt. Es geht zum P+R Parkplatz des Bahnhofs Erkelenz. Um 7.21 Uhr den Zug nehmen nach Mönchengladbach, dort umsteigen nach Düsseldorf HBF, erneut umsteigen nach Düsseldorf Flughafen.
Alles klappt planmäßig, in den Flieger eingecheckt hatte ich schon, nur noch eine Gepäck-Banderole erstellen, anstehen, Koffer aufgeben. Das mit dem Koffer ist mein „Problem des Tages“, weil ich hoffe, auf Gran Canaria nicht allzu lange auf den Koffer warten zu müssen, sonst wäre mein Weiterflug in Gefahr. Eine Stunde und 10 Minuten Zeit habe ich nur, wahrlich kein Luxus. Wenn dann schon ein paar Minuten für die Verspätung draufgehen und dann musst Du bei ca. 240 Fluggästen noch lange auf Deinen Koffer warten musst, dann rennt die Zeit nochmal schneller.

11.00 Uhr, Abflug, fast pünktlich. Ich hatte mich für Eurowings entschieden, wie schon so oft. Verspätet gelandet, wie schon so oft. Und wie schon so oft bekamen wir nur einen Landeplatz außerhalb, also mit einem Bustransfer. Und herrje, bis mal die ersten Koffer kamen – und bis meiner kam! Warten kann nervenzerfetzend sein, wenn Du Zeitdruck hast.
Als der Koffer dann kam, etwas mehr als 60 Minuten nach dem Touchdown, schnappte ich ihn mir und rannte los. Aus dem Baggage Claim heraus, an den Zöllnern vorbei, nach rechts, bis endlich die Rolltreppe nach oben kam. Und dann den gesamten Flughafen entlang bis in die hinterste Ecke.
Noch 12 Minuten bis zum Start. Ich stelle meinen Koffer beim Check-In aufs Band, der Kollege dort lächelt und nickt. Ich denke, alles wird doch noch gut. Aber dann schüttelt er mit dem Kopf, ruft seinen Supervisor, der sieht sich das an und sagt, dass man nichts mehr für mich tun kann, außer den Flug auf morgen zu verschieben.
„Morgen, wann dann?“ frage ich. Es sollte der gleiche Flug sein, das aber ist mir viel zu spät. Also verhandeln. Ich wäre ja über Teneriffa geflogen, wäre dort umgestiegen, es gibt aber einen Direktflug nach La Gomera, um 8.30 Uhr morgen früh. Perfekt, sage ich, den nehme ich.
Also zum Schalter, das Organisatorische abgewickelt, über WhatsApp die Wandertruppe informiert, bei Booking.com eine Bleibe gesucht, ein Taxi genommen und ab nach Agüimes.

Ich kannte das Städtchen schon, ich bin oft da durchgefahren, mal mit dem Auto, mal mit dem Fahrrad. Aber wenn Du nur die Hauptstraße kennst, dann weißt Du nicht, was für eine zauberhafte Altstadt dieses Städtchen hat. Bronzefiguren überall, Bars, Restaurants, große Plätze mit wunderschönen Bäumen – und all das bei perfekten Temperaturen. Nicht heiß, aber warm, perfekt für einen Stadtbummel. Was war der schön!
Auf dem Marktplatz an der Rosario Kirche sind viele Buden aufgebaut, aber es sieht verlassen aus. Ob das der Rest vom Karneval ist? Oder geht da heute Abend noch was? Ich werde sehen …
Egal, auf jeden Fall habe ich mir aus der „Zitrone“, die das Leben mir serviert hat, eine „Limonade“ gemacht.
Und werde mich auf morgen früh freuen. Um 7.00 Uhr werde ich abgeholt, deutsche Zeit 6.00 Uhr. Wieder früh aufstehen, aber kein Risiko eingehen, erneut zu spät zu kommen.
Und morgen geht es dann auf den Trail.
What a wonderful world! Qué mundo tan hermoso!

Because the night belongs to … Runners

Ein Blog bleibt ein Blog, auch wenn er schon lange nicht mehr beschrieben wurde. Es gab ja auch nicht viel zu schreiben. „Marathon und länger“, das sagt ja schon, dass ich eben einen Marathon oder etwas Längeres Laufen muss, um überhaupt etwas zum Schreiben zu haben.
Und ich musste meine Schreibblockade hinter mich bekommen.
So entgingen Dir meine wenigen „Marathon und länger“ Episoden seit meinem Marathon „M 275“ in Idar-Oberstein, dem „Bärenfels Marathon“. Aber Du kannst Dir das alles zumindest ergebnismäßig hier ansehen:
https://marathonundlaenger.wordpress.com/201-mul-lauf-lebenslauf/

Aber nun zu meiner Nummer 292, einem kleinen Ultra.
Eigentlich war ich ja für die 75km des „Dutch Coast Ultra by night“ gemeldet. Ich wusste von dem Lauf, weil mein alter Laufkumpan Chris von Minden mal aus dem Kreisverkehr heraus wollte, um einfach nur geradeaus zu Laufen.
Den Helder liegt in den Niederlanden ganz weit oben, dort war der Start am 9. Februar, Abends um 21.00 Uhr. Und das Ziel war in „Castricum aan Zee“, deutlich südlicher als Den Helder.
Ich hatte meine Absicht, dort zu Laufen, kurz auf Facebook erwähnt, da meldete sich mein Freund Carsten Senst, dass er gerne mitkommen würde. Das hat mich gefreut, aber wir konnten nicht zusammen hinfahren. Zumindest aber konnte er sein Auto im Ziel stehen lassen und wir fuhren gemeinsam zum Start nach Den Helder.
Marita Polat kümmerte sich erst um das Auto, dann ein wenig um sich und anschließend um mich.
Dass das nötig wurde, tut mir leid. Und ohne „spoilern“ zu wollen: Später im Text erfährst Du, warum es nötig war. Bis dahin verrate ich Dir diese Binsenweisheit: Gehe auf den Wegen, die Du kennst oder die Dir angegeben wurden und versuche nicht, irgendwie anders durchzukommen. Glaube mir hier, ich habe es bewiesen.

Der „Wienerhof“ in Den Helder ist ein nettes Hotel mit einer urigen Kneipe. Auf den Holzträgern, die das Dach halten, stehen lustige Sprüche drauf, zujmindest mutmaße ich das. Aber mein Niederländisch ist aber auf einige wenige Worte begrenzt, sodass ich nicht jeden Spruch übersetzen konnte. Aber die vielen Teilnehmenden, teils Läuferinnen und Läufer der 75km, meist aber Teilnehmende der 50km, waren allesamt gut drauf und der Umgang miteinander war herzlich und von gegenseitigem Respekt geprägt.
Chris startete für die 50km, Carsten und ich für die 75km.
Es gab die Option, beim einzigen VP bei Kilometer 31,5 „downzugraden“ auf die 50km Strecke. Der Vorteil davon war nicht nur, dass Du weniger weit zu Laufen hast, sondern auch, dass Du am Strand bleiben konntest, während die 75km Läufer noch ein wenig durch die Dünen geschickt wurden.
„Downgraden ist nicht gut für die Psyche,“ sagte ich zu Carsten und ich war mir sicher, vor der Herausforderung „Dünen“ nicht zu kapitulieren, obwohl mir der Dünenpart doch Sorgen bereitete.

21.00 Uhr, Startschuss vor dem „Wienerhof“ und alle rannten los, als gäbe es am VP nichts mehr zu futtern, wenn man dort zu spät ankommen würde. 31,5km auf Sand, in der Nacht, ich ging davon aus, dass Carsten und ich den VP nach vier Stunden erreichen würden.
Aber dafür waren wir viel zu schnell. Überhaupt nicht mein Tempo. Und dennoch waren wir eher die Nachhut und wir wunderten uns, ob die Leute vor uns so fit waren oder sich einfach verzocken würden.
Nach zwei Stunden „für mich zu schnell“ bat ich Carsten, mich doch alleine zu lassen, damit ich mein Tempo reduzieren konnte, ohne mich dabei vom Laufpartner unter Druck gesetzt zu fühlen. Zudem war der Gedanke „downgraden ist nicht gut für die Psyche“ irgendwo auf dem sandigen Untergrund verloren gegangen.
Wir rannten, rechts von uns das Meer. Eigentlich schön, aber ein Meer, dass Du hörst, aber nicht siehst – es war irgendwie schade drum. Links von uns waren die Dünen, ganz schön hoch, fand ich. Und der Strand war unglaublich breit, bestimmt 100 oder sogar 150 Meter.
Wenn Du diese Gegend nicht kennst, dann lasse Dir gesagt sein, dass dies ein Manko ist. Fahre hin, schaue es Dir an, am Besten aber nicht in der Nacht und nicht im Winter.

23.00 Uhr, ich war nun alleine. Wer vor mir war, war vorne, wer hinter mir war, der blieb es auch. Das Feld hatte sich doch deutlich auseinander gezogen, auch Carsten sah ich bald nicht mehr, so schnell war er nach vorne geeilt. Ich lief, aber ich gönnte mir auch gelegentliche Gehpausen. Die Muskeln schmerzten, erst nur die Oberschenkel, dann links auch die Unterseite des Oberschenkelmuskels, später auch die linke Wade. Dennoch war ich nach 4 Stunden und 7 Minuten am VP.
Wenn ich aber bedenke, wie schnell wir in den ersten beiden Stunden waren, dann war mir klar, dass ich mit der Zeitvorgabe (8.00 Uhr am nächsten Morgen) die 75km nicht werde bewältigen können. Zudem wurden in meinem Kopf die Dünen immer höher, der Sand immer weicher und die körperlichen Schmerzen nahmen weiter zu. Also zog ich die „Notbremse“ und erklärte dort am VP, auf 50km „downgraden“ zu wollen.

Also nicht rein in die Dünen, sondern einfach weiter den Strand entlang rennen. Es lief dann wieder besser, ich wurde etwas schneller, aber dann glaubte ich, auf meiner Garmin den Track nach links abbiegen zu sehen. Ein Städtchen, wie schön. Aber konnte das schon Castricum aan Zee sein?
Bestimmt nicht, dachte ich, aber die Uhr … und ich hatte keine Brille dabei, um mir das auf dem kleinen Display besser ansehen zu können.
Also bog ich ab, schaute mal, welches Örtchen das denn ist. Es war mittlerweile deutlich nach 3.00 Uhr und die schönen Strandlokale waren zwar noch beleuchtet, aber leer und verschlossen.
Also nahm ich mein Smartphone, schaltete alles ein, was ich brauchte, um mal bei Google Maps nachzusehen, wo ich denn war. Aber ich bekam kein Netz, auch nicht nach etlichen Versuchen.
Ich ging immer weiter weg vom Strand, bis ich ein großes Gebäude fand, wo der Hausflur beleuchtet und die Türe offen war. Aber auch da war niemand, aber ich „Blindfisch“, ohne Brille, die für „ältere Herren“ leider notwendig ist, brauche halt Helligkeit, um kleine Zeichen sehen zu können. Dank der Beleuchtung des Treppenhauses sah ich, dass ich irgendwie übersehen habe, auch „Mobile Daten“ anzuklicken. Kein Wunder, dass da das INet nicht geht. Also habe ich die „mobilen Daten“ eingeschaltet und Maps zeigte mir, dass ich in „Egmond an Zee“ war.
Egmond, ich dachte an Goethes Trauerspiel „Egmont“ und ich fühlte auch so etwas wie Enttäuschung in diesem Moment. Aber Maps zeigte mir einen kurzen Weg quer zum Strand, bei dem ich nicht den Weg zurückgehen musste, den ich gekommen war, sondern so wenigstens ein wenig Weg einsparen konnte.
Später dann stand da auch ein Hinweisschild „Strand“ mit einem Pfeil. Noch 7,5 Kilometer bis Castricum, ein knappes Stündchen noch, dachte ich.
Ich dachte … falsch.

Die beiden Veranstalter, Henri Thunnissen und Rinus Running, hatten im Vorabbriefing geschrieben, dass sie die Strecke ein wenig geändert haben, damit wir nicht durch kniehohes Wasser waten müssen.
Durch Wasser waten? Am Strand? Verstehe ich nicht …
Ich war also auf dem kurzen Weg zum Strand und sah ein mit rot/weißen Balken gesperrten Weg. Aber was soll das denn sein, dachte ich mir. Ich ging daran vorbei, bis ich einen kleinen Tümpel auf dem Weg sah und so wusste ich gleichzeitig, was Henri und Rinus gemeint haben und auch, warum der Weg eigentlich gesperrt war. Also zurück zur letzten Kreuzung der Dünenwege, die ich überquert hatte und dann nach Gefühl und etwas Maps eine Alternative wählen, die nicht gesperrt war. Ich fand eine. Etwas länger der Weg bis zum Strand, aber zum Zurückgehen nach Egmond hatte ich auch keine Lust.

Und so begann meine private Dünenreise. Nach zwei Kilometern kam wieder ein Tümpel auf dem Weg. Aber nun dachte ich mir, dass ich da durch muss. Knöchelhoch stand das kalte Wasser, aber was so ein Läufer ist, der schafft das. Und es waren ja nur vielleicht 50 Meter und es ging weiter.
Der nächste Tümpel war schon tiefer und länger, ich sah das Ende weiter weg am Horizont. Auch da musst Du durch, Herr Läufer, dachte ich mir und watete durch die Flut. Dann ging es über einen Hügel und ich kam zu einem See.
Nun war die Größe unabsehbar und das Wasser, in das ich mich wieder begeben habe, ging mir bis zur Hüfte. Ich versuchte, nach Maps dem Weg zu folgen. Sehen konnte ich keinen Weg mehr und als es immer tiefer ging, verließ ich die Maps Route, um nicht vollkommen einzugehen. Aber irgendwann sah ich eine Wegmarkierung, watete dorthin und ging trockenen Fußes am Seeufer zurück, bis ich den Weg wieder fand.
Nun ging es nur noch bergauf, also kein Wasser mehr! Und der Strand war nur noch einen Steinwurf entfernt!
Ich ging also hoch auf die Düne und sah den Strand. Und einen Läufer, der da von rechts nach links an mir vorbei lief. Einzig die Höhe und die Gefährlichkeit der Steilküste waren das Problem, das ich nicht lösen konnte, also ging ich oben an der Kante weiter. Dann musste ich wieder weg vom Strand, weil da ein sehr steiles Tal war, das umlaufen werden wollte.
Es ging über Stacheldrähte hinweg, immer wieder musste ich die letzten Meter zurück gehen, weil „das Gute so nah“ war, also der Strand, dennoch aber unerreichbar. Bis ich zum einem Stück kam, das sandig aussah und ich die Chance sah, dort zum Strand runter zu kommen.
Die Laufhose klitschnass, auf den Hosenboden gesetzt und zum Strand runtergerutscht. Ich sah aus wie ein paniertes Schnitzel, aber ich war am Strand.
Nur noch 3,6 Kilometer am Strand. Dank der Kälte des Wassers waren meine Beinmuskeln wieder fit, ich konnte wieder durchlaufen, auch schneller als zuvor.

So skurril dieses kleine Dünenerlebnis war, so schön war es auch. Es war tatsächlich mein Highlight auf der Gesamtstrecke und ich war dort die ganze Zeit über glücklich, auch im tiefen Wasser.

Kurz vor fünf Uhr lief ich also ins Ziel. Vorher rief ich Marita an, dass sie doch etwas früher zum Abholen kommen möge. Drei Stunden Schlaf für sie musste einfach ausreichen. Das sind drei Stunden mehr als ich, oder?

Später schrieb mir Carsten dann, dass ich die Zeitvorgabe bei den 75km wohl nicht geschafft hätte. Prima, dachte ich. Ich hatte meinen Dünenlauf ja auch ohne die Schleife durch die Dünen. Und ich hatte Wasser, Sand und sehr viele Dornen.
Zwei davon habe ich mitgebracht, versenkt in meiner rechten Hand. Mal sehen, ob die irgendwann irgendwie rausgehen. Aber mit solch einem „Piercing“ bin ich ja auch hip und modern.
Zusammenfassend sei noch erwähnt, dass dieser sehr persönliche und kleine Lauf ein kleines Schmuckstück ist, das in keiner Sammlung fehlen sollte.
Ob Du dort die kurzen Strecken bis 25km wählst, die 50km, die 75km oder sogar die „volle Dröhnung“ mit 100km, das ist egal. „Hauptsache Italien„- hätte wohl die frühere Nationalspieler Andreas Möller gesagt.
Hauptsache Meer, Dünen, Sand, Wasser und Dornen, sage ich.

What a Beautiful Noise!

Lyrics: Beautiful Noise von Neil Diamond

What a beautiful noise
Comin‘ up from the street
Got a beautiful sound
It’s got a beautiful beat

It’s a beautiful noise
Goin‘ on everywhere
Like the clickety-clack
Of a train on a track
It’s got rhythm to spare

It’s a beautiful noise
And it’s the sound that I love
And it fits me as well
As a hand in a glove
Yes it does
Yes it does

What a beautiful noise
Comin‘ up from the park
It’s the song of the kids
And it plays until dark

It’s the song of the cars
On their furious flights
But there’s even romance
In the way that they dance
To the beat of the lights

It’s a beautiful noise
And it’s the sound that I love
And it makes me feel good
Like a hand in a glove
Yes it does
Yes it does

What a beautiful noise
It’s a beautiful noise…

https://www.youtube.com/watch?v=UVLv1El1vh4

Hey Trailers, what a beautiful noise!
Endlich mal wieder einmal die Geräusche der Trailpiste genießen, endlich mal wieder das Gefühl, eine Startnummer durch die Landschaft tragen, endlich mal wieder die vertrauten Geräusche der guten und langjährigen Läuferfreund*innen erleben und endlich mal wieder einer Begleitung zuhören, neben der die Stunden wie im Flug vergehen und wirklich keine Langeweile aufkommt!

Betty und der Rest der Trailwelt

Eigentlich gelang mir läuferisch ja nichts mehr seit dem genialen Lauf im Oman, an den ich so gerne zurück denke. Es war Ende November auf Anfang Dezember 2018, kurz nachdem meine kleine Welt zusammengebrochen war und ich ins tiefe Tal der Tränen absteigen musste, ein Tal, dass ich jetzt endlich auf der anderen Talseite wieder verlassen konnte.

Ein Start beim MaXi Race in Annecy, das ich ebenso wenig beenden konnte wie manch andere Rennen in 2019 und einige DNS in der Schweiz, in Italien und in Frankreich, das war „nix“, das war „gar nix“.

Und dann fehlten Training, Höhenmeter, Zeit und Motivation. Und es folgten Umzüge und Corona. Und dann kam der Bärenfels-Trail.
Gemeldet hatten sich Anna und ich ambitioniert für die 54 km Strecke, obwohl ich schon lange nicht mehr so weit gelaufen bin. Aber es war ja unser erster gemeinsamer Auftritt in der beschaulichen Trailrunner-Welt, außerdem hatte ich überhaupt nicht realisiert, dass man sich auch für kürzere Distanzen hätte anmelden können.
Für kürzere Distanzen anmelden? Kennst Du das, dass da die Augen beim Lesen versagen, die Finger die entsprechende Maustaste nicht finden und Dein Doktor dann stets eine akute und vor allem ansteckenden Langdistanzitis diagnostiziert?

Aber wenn man schon zwei Lieben hat, eine Liebe neben sich, eine Liebe unter den Laufschuhen, dann sollte man schon wagen, so lange zu laufen, bis beiden Lieben gerecht wurde.

Also raus aus den Federn um 3.15 Uhr, Schlaf wird ja stets überbewertet, das wissen wir alle und rein ins Auto um 4.00 Uhr und aus Viersen über Düsselstadt Richtung Idar-Oberstein gefahren.
Es war eine kleine Gemeinde von Läufer*innen, die sich dort für die 21, 42 oder 54 Kilometer versammelten, aber es war ein Gutteil bester Freund*innen da, sodass die Wiedersehensfreude groß war und sich manche Münder vor lauter Redeschwall nicht mehr schließen wollten.
Auch in Zeiten von Corona konnten wir Fotos voneinander machen, lachen, scherzen und Spaß haben. Dann ging es mit einer kleinen Verspätung auf die Piste.

10,8 km sollte jede Runde lang sein und die ersten beiden Runden waren tatsächlich fast exakt so lange. Erst die dritte Runde wurde etwas länger und die vierte Runde fühlte sich dann noch länger an, so lange, dass Anna und ich beschlossen, dass ein Marathon zum Wiedereinstieg mindestens genauso wichtig und richtig wäre wie ein Ultra. Nach vier Runden und gut 44 km raus, als Marathoni gewertet werden – alles war gut.
Vier Mal am Seil durch den Fluß geführt – vom Brückenbau versteht man glücklicherweise dort nicht viel, das macht den Trail spannender, die Füße nasser und die Blasen wahrscheinlicher.
Dazu hatte der Kurs etliche Höhenmeter gehabt, das sei auch erwähnt, insbesondere folgten nach dem ersten VP (Verpflegungspunkt) eineinhalb Kilometer, die Dich ständig nach oben führten. Trainingsdefizite wurden dort mehr als offensichtlich. Und von diesen Defiziten hatten Anna und ich reichlich.

Apropos Verpflegungspunkte: es gab zwei Stück davon, aber leider waren sie recht spartanisch ausgestattet, es gab Wasser, etwas Cola, es gab zum Glück Bananen und Zuckerzeug en masse. Und die Menschen, die uns dort betreuten, die taten mir leid, vor allem nach den zwei Runden, als die Halbmarathonis weg waren und die Wartezeiten lang wurden.
Stelle Dir einfach vor, Du stehst in der Mitte von Nirgendwo und wartest minutenlang auf Deinen nächsten Läufergast … aber bei all dem blieb die Laune gut und die Ladies waren überaus freundlich, wenn Du brav die Corona-Regeln eingehalten hast:
– Tuch vor Mund und Nase schon Meter vor dem VP
– Desinfektion der Hände am VP
– dann Essen und Trinken.
Es ist halt vieles anders geworden in der neuen schönen Coronawelt, in der neuen Normalität.
Aber was schreibe ich, Hauptsache, wir können wieder Laufen, Walken, Wandern. Hauptsache, wir können wieder unsere Läuferfreund*innen treffen, wieder Spaß haben, wieder scherzen und wieder etliche der gemeinsamen Erinnerungen austauschen.
Hauptsache, wir können immer wieder die schönen Geräusche der Trailpiste genießen!

#fuckcorona – so wie dieses Jahr hat uns noch nie ein Jahr durchgewirbelt. Aber jetzt heißt es für mich wieder:
Back on Trail!
Wir sehen uns!

Prognose Juni 2020

Ich werde zurzeit öfters angesprochen, um eine Meinung zu äußern, ob die Veranstaltungen des KÖLNPFAD UltraLauf 2020 und des KÖLNPFAD UltraWandern 2020 wie geplant durchgeführt werden können. Oder besser noch, ich soll definitiv sagen, ob oder ob nicht.

„Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen.“

Diese Erkenntis wird u.a. Karl Valentin, Mark Twain, Winston Churchill, Niels Bohr, und Kurt Tucholsky zugeschrieben. Egal, wer sie tatsächlich in die Welt gesetzt hat, die Erkenntnis ist leider wahr.
Niemand von uns hat eine Kristallkugel, niemand von uns ist ein Seher, also halten wir uns doch an die Fakten.

Fakt ist, dass Österreich als erster Staat eine Exitstrategie aus den Beschränkungen der Corona-Pandemie vorgelegt hat. Die ersten Regelungen daraus machen Mut, am Ende aber steht der Satz, dass es „Veranstaltungen nicht vor dem 30. Juni“ geben wird. Dabei ist nicht klar, was man in Wien unter „Veranstaltungen“ definiert.
Sollte sich Berlin aber dieser Exitstrategie anschließen, dann könnten eventuell die wenigen Tage im Juni unser Verhängnis sein.

Wie wir in diesem Falle reagieren würden? Verschiebung um eine Woche, um zwei Wochen? Verschiebung in den September, wie es so viele Veranstalter tun? Was würde das bedeuten für die Teilnehmer, für die vielen Menschen an den Verpflegungspunkten und in der Trailcity? Und was für die Sponsoren, die uns Material leihen, das ja schon seit Monaten verplant ist? Was wäre mit dem Vertrag mit der Stadt Köln über die Überlassung der Bezirkssportanlage?

Aber … Stadt Köln. Von dort werde ich von den zuständigen Kollegen ermuntert, am Termin festzuhalten, auch wenn noch niemand weiß, was Berlin entscheiden wird. Dazu kommt, dass auch ein positiver Entscheid über das Eventwochenende bei einer Verschlechterung der Corona Situation in Deutschland jederzeit per Ordnungsverfügung gekippt werden kann.

Nächste Woche, in der Woche nach Ostern, werden wir wohl Klarheit bekommen. Die Exitstrategie der Bundesregierung wird veröffentlicht werden, so ist es uns allen zugesagt worden. Außerdem nimmt der politische Druck auf Berlin ständig zu. Das alles sind Mutmacher.

Also … bitte noch eine gute Woche Geduld. Darum bitte ich.

Japanische Kalligraphie „Geduld“