3 Tarzans auf dem Trail

Ich muss gesteh’n, obwohl das eher gegen mich spricht:
Kinder und Kleintiere liegen mir nicht.

Und dieser Pudel war wirklich lächerlich klein.
„Hau ab!“ rief ich, doch er wich mir nicht vom Bein.
Und weil ich ihn doch irgendwie witzig fand,
hab‘ ich ihn feierlich „Tarzan“ genannt.

(Ulrich Roski aus „Des Pudels Kern“)

Es war gestern Nachmittag gewesen, bei unserem gemeinsamen Wandertag.

Wendy Widmer, meine Gabi und ich hatten schon rund zwei Drittel unserer Wanderung im Westen Gran Canarias hinter uns und der Trail ging an den letzten Häusern eines kleinen kanarischen Dorfes vorbei.
Eine mittelgroße, braune Hündin kam ihres Wegs und schnüffelte ein wenig an uns herum, dann aber fand sie uns wohl nicht interessant genug und ging ihrer Wege.
Na ja, eigentlich will ich für Hunde ja nicht interessant sein, immerhin habe ich eines mit Ulrich Roski gemein: Kleintiere liegen mir auch nicht.DSCI0363Nun führte uns der Trail von der Dorfstraße wieder in die Natur und nach wenigen Metern kamen uns drei kleine Hundchen entgegen, Ulrich Roski hätte sie sicherlich auch „wirklich lächerlich klein“ genannt, aber eben auch „irgendwie witzig“. Sie waren tatsächlich irgendwie süß, drollig, wie sie mit ihren kleinen Schwänzen wedelten. Einer der Hunde war schwarz, zweifellos der Mutigste von allen, einer war schwarz mit ein paar weißen Stellen und einer, der ängstlichste Hund der Truppe, war braun wie seine Mutter. Weiterlesen

KÖLNPFAD 2015

Der „Kölner Wochenspiegel“ hat gestern, wahrscheinlich als erster Medienpartner, über den KÖLNPFAD berichtet.
Danke nach Köln in die Redaktion!

Leider wurde im Text mein normales Blog, also diese Adresse hier, angegeben, nicht aber der direkte Link zum KÖLNPFAD.
Zum KÖLNPFAD geht es also hier entlang (einfach klicken) …
Kölnpfad

Merci, thank you, danke schön!

Das Jahr 2014 geht, Zeit für einen Rückblick.
Und Zeit, herzlich DANKE zu sagen, danke zuerst einmal an Dich, die / der Du mich in diesem Jahr hier begleitet hast. Ohne das Gefühl, dass das eine oder andere Wort, der eine oder andere Satz und der eine oder andere Ausdruck diese kleine Welt ein wenig verändern konnte, wäre die Zeit, die ich ins Schreiben investiert habe, vergebens gewesen.
DankeNicht alles lief gut in 2014. Um ehrlich zu sein, vieles lief nicht gut. Da war eine ganze Serie von DNFs, erst im wunderschönen Andorra, dann beim SIT in der Schweiz und abschließend auch beim PTL in Chamonix. Auch mein Plan, ganz auf den Pik Lenin hinauf zu kommen, hat nicht funktioniert.
Unter all diesen Dingen leide ich, freilich unter manchen mehr, unter anderen weniger. Weiterlesen

Im Leid alleine …

WolfMein lieber großer Bruder, es sind nun 10 Tage vergangen, seit Du in den Himmel umgezogen bist. Seit 10 Tagen hast Du all Dein Leid hinter Dir gelassen, das körperliche Leid, die Krankheit, die seit 1993 Dein Leben bestimmt hat, das psychische Leid, die Ängste, die aus frühkindlichen und kindlichen Zeiten herrühren, die Sorgen, die wirtschaftliche Not und das Gefühl, alleine gelassen und nicht geliebt zu sein.
Aber Du warst nicht alleine, niemals.
Und Du wurdest immer geliebt, von allen.
Jeder, der Dein Leben begleitet hat, hat Dich geliebt.
Du warst immer in meinen Gedanken und auch in denen von vielen Anderen. Vielleicht konnten wir Dir das nie ausreichend zeigen, wahrscheinlich haben wir uns zu oft hinter Sachzwängen versteckt, jeder aus seinen eigenen Gründen. Aber nun sind uns alle Ausreden ausgegangen, Du wolltest doch immer nur geliebt werden, in den Arm genommen werden, angenommen werden … Weiterlesen

Life, Liberty and the Pursuit of Happiness

Life, Liberty and the Pursuit of Happiness

Jetzt, wo ich mit einer entzündeten Achillessehne zu Hause bleiben muss, jetzt, wo ich wahrscheinlich viel zu viel zusätzliche Zeit habe, kann ich mich auch mal zurück lehnen und über mich und mein Leben nachdenken. Und dieses Leben drehte sich in den letzten Jahren immer mehr ums Laufen, um Laufevents und um die Menschen, die ich auf diesen Events wiedersehen konnte.
Fast jedes Wochenende ein Event besuchen, das hat schon etwas von dem, was man ein Suchtverhalten nennt. Oder eben Abhängigkeit.

Wikipedia über Abhängigkeit: Abhängigkeit, (umgangssprachlich Sucht), bezeichnet in der Medizin das unabweisbare Verlangen nach einem bestimmten Erlebniszustand. Diesem Verlangen werden die Kräfte des Verstandes untergeordnet. Es beeinträchtigt die freie Entfaltung einer Persönlichkeit und zerstört die sozialen Bindungen und die sozialen Chancen eines Individuums.

Und wenn man seine Sucht, seine Abhängigkeit, nicht mehr ausleben kann, was geschieht dann? Üblicherweise kommt dann der Entzug. Und die Entzugserscheinungen.

Wikipedia über Entzugssyndrome: Ein Entzugssyndrom sind alle körperlichen und psychischen Erscheinungen, die infolge von teilweisem oder vollständigem Entzug von psychotropen Substanzen auftreten.

Die pyschische Erscheinung, die bei mir aufgetreten ist, ist das Nachdenken. Daran kann ich erst einmal nichts Schlechtes erkennen. Und bei diesem Nachdenken erkenne ich, wie viel Zeit ich für den Laufsport verwendet habe und wie viel Zeit ich nun gewonnen habe, über wie viel zusätzliche Zeit ich nun verfügen kann.
Und ich frage mich, ob es nicht schön wäre, diese gewonnene Zeit, diese zusätzliche Zeit, dauerhaft zu haben? Wäre es eine Option für mich, auf die vielen Reisen und die damit verbundenen Kosten und die damit notwendigerweise zu verbrauchende Zeit in der Zukunft weitgehend zu verzichten? Weiterlesen