Fremdgehen im Hause Eller …

Eigentlich bin ich ja eine treue, konservative und verlässliche Seele. Ich ändere nie etwas in meinem Leben. Fast nie.

Fast? Stimmt, da waren ein paar Weggabelungen, auf denen ich vom gewohnten Weg abgewichen bin, um zukünftig einen neuen und als besser empfundenen Weg einzuschlagen. So war es, als ich 30 Jahre alt wurde. Ich war bis dahin vollkommen unsportlich und unmusikalisch. Also beschloss ich, Tennis zu lernen und Klavierstunden zu nehmen.
Die Klavierstunden habe ich nach gut 6 Jahren dann mangels Zeit leider wieder aufgegeben, Tennis aber spiele ich heute noch, meine Lauffreunde meinen: zu Unrecht, weil ich mich dort auch gelegentlich verletze.

Als ich dann 40 Jahre alt wurde und bemerkte, „gewichtige“ Argumente zu haben, die ich mir gar nicht gewünscht hatte, beschloss ich, eine Diät zu beginnen, in deren Verlauf insgesamt 14 Kilogramm Gewicht verloren gegangen sind. Ich entschied mich damals für die „BCM-Diät“. Warum gerade diese Diät, es gibt doch so viele Alternativen?

https://i0.wp.com/images.eurip.com/yp/images/2564.jpgGute Frage!

Ich erinnere mich noch genau an den Abend, als ich zum ersten Mal von der BCM-Diät gehört habe. Ich war als Hochzeitsfotograf bei der Hochzeit des Tischtennis-Traumpaares Elke Schall (Wosik) und Torben Wosik da und durfte am Abend bei Gala-Essen dabei sein. An meinem Tisch saß der damalige Tischtennis-Bundestrainer, der uns allen berichtet hat, dass er gerade 15 Kilogramm durch eben diese BCM-Diät abgenommen hätte. Er erzählte, wie die Diät ablief, dass sie ärztlich begleitet wurde und bei all dem dachte ich mir: „Wenn so ein Mann, Sportler und ein sportmedizinisch bewanderter Sport-Funktionär sich für so eine Diät entscheidet, dann ist das ein echtes Argument!“

Schon zwei Tage später machte ich mich auf die Suche nach einer entsprechenden BCM-Ärztin, die ich dann in Rheinbach fand. Ich brach mit meiner Ernährung, baute Fett ab und ließ mich wöchentlich auswiegen nach dem Wasseranteil, dem Fettanteil und dem Knochenanteil und ich bekam insgesamt 72 Tage lang eine Ernährungsberatung, auf die ich heute noch baue. Und auch heute noch schiebe ich eine BCM-Woche ein, wenn ich das Gefühl habe, dass ich „den Anfängen wehren“ und ein paar Kilogramm abnehmen muss. Das ist aber selten, weil ich meist genut laufe und zudem ja auch kein Fleisch esse.

Durch das Abnehmen hatte ich dann die Chance, überhaupt zum Läufer zu mutieren und so begann ich im April 2004 mit meinen ersten Laufversuchen und lief dann Ende Oktober 2005, also vor knapp fünf Jahren, in Frankfurt meinen Marathon „Nummer 1“. Heute garnieren 80 „Marathons und länger“ meinen Lauf-Lebenslauf, ohne BCM wäre das wohl nicht möglich gewesen.

Und jetzt stehe ich vor einer erneuten Weg-Gabelung und wieder will ich fremdgehen …

Seit meinem ersten Wettkampf, einem 10km-Lauf irgendwo in NRW im Juni 2004, starte ich für den TV Altendorf-Ersdorf. Das ist ein netter Verein mit einem harmonischen Lauftreff, in dem ich mich über die Jahre immer sehr wohl gefühlt habe, trotz einiger Differenzen, die zwangsläufig entstehen, wenn einer der Lauftreffler vom Hobbyläufer zum „Verrückten“ mutiert. Die dortigen Lauf-Kollegen haben meine Veränderung stets mit freundlicher Verwunderung, aber nicht ohne Respekt, wahrgenommen, ohne aber mich wirklich unterstützen zu wollen oder zu können. Und jetzt meine ich, dass über 5 Jahre dort genug sind.

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Ich bin bekennender Ultra-Marathoni und deshalb habe ich mich entschieden, schon bald für die LG-DUV, die „Laufgemeinschaft der Deutschen Ultramarathon Vereinigung e.V.“ zu starten. Den Aufnahmeantrag habe ich schon ausgefüllt. Das ist keinesfalls eine Abkehr vom DLV, aber eine Ergänzung ist es schon.

Dort werde ich einer von zurzeit  27 (ohne mich) Athleten/innen sein und die Namen der zukünftigen KollegInnen klingen so gut und die meisten davon kenne ich schon lange. Ob das der geschätzte Michael Irrgang ist, der Mitte August den KÖLNPFAD gewonnen hat oder Michael Eßer, mit dem ich unter anderem den KÖLNPFAD und auch den UTMB gelaufen bin, oder ob es mein badischer Freund Peter Wiedemann oder eben der Sportwart und Veranstalter des KÖLNPFAD, Wolfgang Olbrich ist, ich bin sicher, dass ich dort gut aufgehoben sein werde.
Und da gibt es noch einen, auf den ich mich ganz besonders freue: Christian Mohr, mit dem ich dieses Jahr bei SwissJuraMarathon (SJM) gelaufen bin und mit dem ich mich dort so gut verstanden habe. Christian, ich freue mich auf Dich!

Stolz darauf, dort dabei sein zu dürfen, bin ich schon jetzt.

Also packe ich mein Schäufelchen und mein Eimerchen, um mit diesen 27 großartigen AthletInnen in deren Sandkasten zu spielen. Spielst Du dann auch mit?

Angita, Göttin der Heilung und der Hexerei …

Liebe Angita, Du Göttin der Heilung und der Hexerei,

ich weiß ja, dass ich gesündigt habe.

Ich war laufen und ich war lange laufen und ich habe mich so sehr mit Schmerzmitteln vollgepumpt, dass ich einfach nichts mehr gespürt habe. Normalerweise korrigiere ich den Sitz der Schuhe oder die Fußstellung im Schuh, wenn ich merke, dass es punktuell Schmerzen an den Zehen geben wird. Aber dieses Mal?

Dabei, liebe Angita, war ich so glücklich und zufrieden. „Endlich ein Lauf ohne Probleme an den Zehen, ohne Druckstellen, Blasen oder ähnlichem,“ dachte ich im Ziel. Ich dachte es auch noch, als ich zu Hause angekommen war und das Badewasser eingelassen wurde. Ich dachte es, ich glaubte es und ich hoffte es, bis ich die Laufsocken ausgezogen hatte.

Meine Füße nach den 100 Kilometern

Meine Füße und meine Zehen nach den 100 Kilometern von Bad Neuenahr

Aber dann wusste ich, dass ich eine Aufgabe für Dich habe, eine, an der Du wachsen und lernen kannst.
Liebe Angita
, lass diese Füße und diese Zehen schnell wieder heile werden! Und wenn die Heilmittel nicht helfen, dann versuche es doch bitte mit Hexerei.

Danke Angita!

Jessica Biel und Justin Timberlake wollen im Herbst 2009 auf den Kili!

Für Wasser auf den Kilimanjaro

Jessica Biel und Justin Timberlake: "Für Wasser auf den Kilimanjaro"

Wenn Jessica Biel und ihr Freund Justin Timberlake im Herbst auf den Uhuru Peak wollen, dann ist das aller Ehren wert.
Auch für die Stars und Sternchen ist es sicher ein großartiges Erlebnis, den sensationellen Sternenhimmel der Südhalbkugel über dem Kilimanjaro zu erleben!

Aber je nach Route nach oben müssen die beiden entweder in Zelten nächtigen oder sie schlafen in den einfachen Holzhütten entlang der „Coca-Cola-Route“. In jedem Fall werden die Nächte eiskalt werden.
Einen Vorteil aber haben diese Nächte: Es werden Nächte mit mehr als „5 Sternen“ sein!

Wie der Vater, so der Sohn …

… so oder ähnlich könnte es heißen, wenn Du siehst, was mein „Kleiner“ so treibt.

Am vergangenen Samstag jedenfalls wurde er Rheinland-Pfalz-Meister im Duathlon der Altersklasse „Jugend B“.
Als Vater bin ich natürlich stolz darauf!

Pascal
Glückwunsch, Sohn!

Pascal_der_Läufer[1]

Aufnahme aus Ruppichteroth vom Frühjahr 2008

113 Träger … und dennoch gescheitert!

Kilimanjaro
Zum Glück gehören wir nicht zu den Menschen, die alles mit Geld zu lösen versuchen. Der Milliardär Roman Abramovic dachte wohl, dass es sehr leicht sein muss, ganz oben auf dem Uhuru Peak zu stehen, dabei weiß die Wissenschaft, dass etwa 5% der Menschen biologisch gar nicht in der Lage sind, in dieser Höhe zu atmen. Und diese Gruppe von Menschen könnte dieses Manko auch nicht durch fleißiges trainieren ausgleichen. Ob aber Roman Abramovic fleißig trainiert hat? Ich bezweifle das sehr. Ich aber freue mich darüber, dass ich ihm wenigstens hierin etwas voraus habe. Die Ankunft auf dem Gipfel des einstmals „höchsten Berges Deutschlands“, der ehemaligen „Kaiser Wilhelm Spitze“, bei der man sich absichtlich in der Höhe vermessen hat, damit Deutschland auch einen echten 6.000-er Berg hat, diese Ankunft war schon etwas ganz Besonderes damals. Dieses Foto vom 12. Februar 2005 belegt das:

UhuruPeak

(klicken zum Vergrößern)

Was lernen wir daraus? Ein Träger genügt!

Прости(те) пожалуйста [prasstiti pashalussta] Herr Abramovic!