Heilige Mutter Pharma …

… oder die Tamiflu-Lüge

René Gräber ist mein Freund. René Gräber ist Naturheilkundler und
einer, der der heiligen Mutter Pharma gegenüber äußerst
skeptisch gegenüber steht. Aber ist das auch richtig?
Retten die heilige Mutter Pharma nicht täglich Menschenleben?

Menschen, die Bluthochdruck haben und von nun an täglich ihre
Pillen schlucken müssen?
Wäre hier mehr Bewegung, vor allem Laufen, nicht hilfreicher?
Aber daran verdient sie halt nichts, die heilige Mutter Pharma.

Menschen mit der nicht erblichen Variante von Diabetes, die
nahezu vollständig durch die industrielle Ernährung und unser
bewegungsarmes Leben verursacht wird, denen nicht rechtzeitig
gesagt wurde, welchen Müll sie essen und wie negativ sich das
stundenlange Extremsesselsitzen vor dem Fernseher auswirkt.

Denn auch davon hat die heilige Mutter Pharma und die dazu
gehörige Industrie: nichts!

Man hat nur etwas davon, wenn die Menschen krank sind,
idealerweise chronisch krank.
Dafür lasst uns beten.

René Gräber ist auch Autor von einigen guten Blogs und Webseiten. Ich
habe ihn schon in der Vergangenheit öfters zitiert, so auch heute.
Gerade jetzt, wo das Thema grippaler Infekt, Grippe oder sogar
Schweinegrippe
wieder akut ist, ist es wichtig, sich über das im Klaren
zu sein, was hier so gerne als Heilmittel gepriesen wird: Tamiflu.

Schon wieder sterben die ersten Kinder in den Nachrichten, die
Angstschwelle der Deutschen steigt mit den Nachrichten. Die Toten der
letzten Schweinegrippe-Welle haben sich in Deutschland zwar später
alle als Opfer anderer Krankheiten herausgestellt, aber wer fragt da noch
danach?
Wichtig war damals, möglichst viele Menschen zu impfen, Kranken-
schwestern, Soldaten und Meinungsmultiplikatoren wurden
zwangsgeimpft, die Medien wurden aufgescheut, aber der Deutsche hat
sich dennoch oft der Propaganda verweigert.
Mal sehen, ob erneut versucht wird, die alten Socken als neu zu
verkaufen.

Einzig wichtig war, etliche Millionen von EUR in die Schweiz zu
transferieren, zum Hersteller von Tamiflu, aber kaum einer weiß,
dass Unsummen dieser Gelder als Lizenzzahlungen nach Amerika
gingen und dass die amerikanische Firma, die die Lizenz für dieses
„Wundermittel“ hält, engste personelle Beziehungen in Form von
Donald Rumsfeld
zur Bush-Administration und zur
amerikanischen Elite hat.

Ein Schelm, wer glaubt, dass die medialen Kontakte hier zu den
Nachrichten wurden, die den weltweiten Absatz dieses Medikaments
angeheizt haben.
Ein Verschwörungstheoretiker, wer annimmt, dass hier
generalstabsmäßig
ein Hype erzeugt wurde, der seinesgleichen
sucht, einzig zu dem Zweck, die Reichen in Amerika noch ein wenig
reicher zu machen.

Aber lies einfach mal, was René Gräber über Tamiflu schreibt:

Tamiflu ist vielen von Ihnen sicher noch im Zusammenhang mit der Schweinegrippe 2009 bekannt. Und in den letzten Wochen tauchten auch schon wieder Schlagzeilen dazu auf. Natürlich auch in der BILD-Zeitung.

Jetzt fehlt eigentlich nur noch der Hinweis, dass Vogelgrippe, Schweinegrippe und überhaupt die Grippe, uns nichts anhaben kann, wenn wir nur an die heilige Mutter Pharma glauben und alles schlucken, was uns von dort aufgetischt wird?

Mit der Schweinegrippe 2009 wurde uns damals auch gleich der Heilsbringer mit serviert: Die Schweinegrippe-Impfung und das Tamiflu.

Das Zaubermittel Tamiflu, sollte uns im Fall der Fälle vor dem sicheren Verderben bewahren. Auch die Namensgebung für das Medikament kommt aus dem Reich der Phantasie: Tami für das englische Verb „to tame“, was „zähmen“ heißt und „flu“ steht für „flunkern“. . . `Tschuldigung. . . für „Grippe“ natürlich.
Jedenfalls:  Bereits 2009 schrieb ich in diesem Blog hier: Tamiflu – begehrt, aber wirkungslos.

Die “Fachwelt”: Schulmedizin, Presse, Politiker (selbst die Kanzlerin erwähnte den Markennamen Tamiflu) und der kleine Mann auf der Straße waren sich einig: Die Pharmakologie im Speziellen und die Medizin im Allgemeinen haben wieder einmal einen riesigen Schritt nach vorne gemacht. Kritische Stimmen wurden totgeschwiegen oder die Kritiker als nicht ernst zu nehmend bezeichnet.

Die ganze Diskussion um die Vorzüge des „Virustatikums“ (allen voran Tamiflu) wurde angeheizt durch Panikmache und politische Intervention: Die Bundesländer hatten vom Hersteller vorsorglich für etliche Millionen Euro Vorratspackungen eingekauft, um die Bundesbürger vor dem sicheren Ende zu bewahren. Denn 2006 stellte man sich in den schillernsten Farben vor, dass das damalige Vogelvirus über Nacht zu einem Virus mutieren kann, das auch für den Menschen üble Folgen bereithält. Bayern allein soll dafür um die 22 Millionen Euro ausgegeben haben.

Und das sichere Ende kam dann auch, aber nicht für die Bürger, sondern für das Medikament.

Wo Wissenschaftler ein neues Medikament „erfinden“ und in Fachzeitschriften „lobpreisen“, waren es ebenfalls Wissenschaftler, die dieses Produkt kritisch unter die Lupe nahmen – zum Glück.

Ein internationales Gutachterteam von der Cochrane Collaboration setzte sich mit dem Präparat und seinen Wirkungen bzw. Nebenwirkungen unter anderen Gesichtspunkten auseinander. Die Cochrane Gruppe besteht aus einer Reihe von Wissenschaftlern, die Studien nachverfolgen bzw. auswerten in Hinsicht auf deren Aussagekraft unter besonderen Gesichtspunkten. Für Tamiflu wurde eigentlich nur eine Analyse der vorhandenen Daten auf die Wirkungs- und Nebenwirkungsrate erhoben.

Das Datenmaterial, was seinerzeit von Roche, dem Hersteller von Tamiflu, veröffentlicht worden ist, zeigte dann auch beeindruckende Ergebnisse: Alles signifikant, wo man auch hinschaut. Besonders überzeugende Ergebnisse konnte ein Virologe aus dem Genfer Universitätsklinikum, Laurent Kaiser, vorweisen. Er hatte 10 aktuelle Wirksamkeitsstudien untersucht und mehr als eindeutig feststellen können, dass unter einer Tamiflu-Gabe „signifikant“ weniger Patienten an Lungenentzündung erkrankten als ohne bzw. unter Plazebo.
Das Jefferson Team von der Cochrane Collaboration konnte hier feststellen, dass diese Ergebnisse „signifikant“ manipuliert worden waren. Denn alle Studien waren vom Hersteller selbst durchgeführt worden.
Aber da diese Ergebnisse so überzeugend waren, wurden sie von der gesamten Welt gläubig ins Abendgebet aufgenommen.

Sogar die Cochrane Wissenschaftler gingen der Schlamperei zu Beginn auf den Leim. Erst 2009 bekamen sie vom britischen National Institute for Health Research den Auftrag, diesen ganzen Komplex noch einmal wissenschaftlich aufzurollen. Denn es kam Kunde aus Japan, wo Ärzte, wie Keji Hayashi, die Wissenschaftler darauf aufmerksam machten, dass die veröffentlichten Daten mit der klinische Praxis nicht in Einklang zu bringen seien.
Dazu kommt noch, dass die Autoren der berühmten Tamiflu-Übersichtsstudie Angestellte und bezahlte Berater vom Tamiflu-Hersteller sind. Die 10 Studien, die untersucht worden sind, sind in 8 Fällen überhaupt nicht veröffentlicht worden.

Nur 2 wurden als koscher genug befunden, den Weg in eine Veröffentlichung zu gehen.

Warum also wird 80 Prozent des Studienmaterials unter den Teppich gekehrt und 20 Prozent stellvertretend für 100 Prozent verkauft?

Um dieser Frage nachzugehen fragte das Jefferson Team Kaiser um die vollständigen Daten. Der aber verwies diese an die Firma Roche, und die wollten eine Verschwiegenheitserklärung, falls man die richtigen Daten aushändigte. Anders ausgedrückt: Die Jefferson Gruppe durfte die Daten ansehen, durfte aber zu niemanden darüber Aussagen machen, geschweige Veröffentlichungen darüber erstellen. Aha? Gibt es hier etwas zu verheimlichen?
Wenn die Datenlage so eindeutig „signifikant“ ist, warum wird dann nicht damit in der wissenschaftlichen Weltgeschichte umhergeschmissen wie in Köln zum Karneval mit Kamellen?

Die Jefferson Gruppe zog aus diesem Verhalten die Konsequenzen und veröffentlichten die Lücken und Ungereimtheiten der Kaiser-Veröffentlichung. Sie erstellten eine neue Bewertung des Präparat auf der Grundlage von Studien, die vollständig veröffentlicht worden waren.
Das Ergebnis war „signifikant“: Tamiflu schneidet nicht besser als Plazebo ab, ein Ergebnis, das der Einschätzung der japanischen Wissenschaftler um Keji Hayashi entspricht.

Nachdem das Kind für Roche in Bausch und Bogen in den Brunnen gefallen war, wurde die Firma rege. Sie versprach, die fehlenden Daten nachzureichen, allerdings unter recht komplizierten Bedingungen – passwortgeschützte Webseite, unvollständige Daten wiederum etc.

Das zögerliche Herausrücken der Originaldaten muss leider die Frage zulassen:
Werden die Daten erst einmal wieder zurechtgeschrieben, um die gewünschten Ergebnisse zu liefern?

Die ersten veröffentlichten Daten wurden von Jefferson und seiner Gruppe als manipuliert erkannt, und “Schwupps” waren die Daten von mehr als der Hälfte der Studienteilnehmer verschwunden (2691 von 4813).

Auch im Reich der Nebenwirkungen konnten die Jefferson Leute eine Reihe von bunten Kühen begegnen. Die offizielle Darstellung für Tamiflu sieht so aus, dass es keine und wenn, dann unbedeutende Nebenwirkungen gegeben hat. Zurück aus dem Märchenwald zeigten sogar die unvollständigen Daten, dass es 10 schwere Zwischenfälle bei 9 Patienten gegeben hatte. Auch hier hatten die japanischen Wissenschaftler das gleiche Bild geliefert:
Kinder unter Tamiflu zeigten gehäuft psychotische Veränderungen.

Naja, und wenn man sich nicht anders zu helfen weiß, setzt man noch einen oben drauf. So behauptet Roche stock und steif der Süddeutschen Zeitung gegenüber, dass es keine Datenlücken gibt. Wörtlich:
„Roche glaubt, dass es alle Daten zur Verfügung gestellt hat. . .“

Aber glauben heißt ja nicht wissen. Warum also weiß Roche nicht, ob sie alle Daten abgegeben hat. Da bleibt doch nur die Vermutung: Roche glaubt nicht, Roche weiß, dass sie NICHT alle Daten zur Verfügung gestellt hat – oder? Danach geht man in die Offensive und teilt den Gutachtern mit, dass die Firma darüber entscheidet mit welchem Material die Gutachter zu arbeiten haben. Der Kommentar von Tom Jefferson: „Eine verkehrte Welt! Seit wann entscheiden die Begutachteten, was der Gutachter sehen darf – und was nicht?“

Aber dann gibt es ja noch das Konkurrenzpräparat von Glaxo. Aber auch Glaxo hat eine glorreiche Vergangenheit in Sachen Datenmanipulation und – unterdrückung (Avandia unlängst). Somit ist es nicht weiter verwunderlich, dass die Datenlage für Relenza, das Glaxo Pendant zu Tamiflu, vermutlich auch nicht alles ganz in Ordnung ist.
Tut mir leid, aber der gute Wille ist mir bei solchen Machenschaften abhanden gekommen.

Die größte Studie mit Relenza in den USA zeigte im Vergleich zu Plazebo übrigens keinen besseren Effekt. Auch sie verschwand in den Katakomben der medizinischen Geheimwissenschaften und wurde nie veröffentlicht.

Fazit der Jefferson Gruppe: Wo man auch hinschaut, man sieht manipulierte Daten. Medizinisch-wissenschaftliche Studien . . . Hollywood für Weißkittel.

Mein Fazit: Nichts Neues für mich. Ich empfehle weiterhin die Reportage von Frontal21 DAS PHARMAKARTELL.

Natur Heilt Blog

Mallorca-Marathon

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Mallorca ist die Insel der Deutschen, das 17. Bundesland Deutschlands, die Wahlheimat von Jürgen Drews und anderer Prominenter, die die halbwegs betrunkenen Disco-Gäste in die billigen Doppelzimmer grölen, Mallorca ist aber auch die Insel bezaubernder Natur, erstklassiger Sportmöglichkeiten und meist frühlingshaftem Wetter.

Radfahrer und Tennisspieler lieben die Vorbereitung auf die Sommersaison auf „Malle“, Läufer lieben den Mallorca-Marathon und Kultur liebende Deutsche genießen die sonnendurchfluteten Gassen, um in den dortigen Restaurants bei spanischer Paella und kräftigem Rioja zu sehen und gesehen zu werden.
Und dabei liest man, wenn man deutsch lesen will, die Mallorca-Zeitung.

Das tat auch meine Freundin Inka, die sich auf Mallorca von der harten und selbstlosen Arbeit für den Bonner „Bunten Kreis“ erholt hat. In der Mallorca-Zeitung las sie dabei einen Vorbericht auf den Mallorca-Marathon 2010 und war schon überrascht, auch mich darin zu entdecken.
Das für den Bericht über Joey Kelly, der den Mallorca-Marathon 2010 gelaufen ist, verwendete Foto wurde beim Remmers Hasetal Marathon in Löningen aufgenommen, wo Joey, Jeffrey Norris und ich zusammen gelaufen sind.

Letztendlich hat sich dieser Marathon in Löningen also doch noch gelohnt – wer kommt denn schon nach Mallorca, ohne dafür einen Flieger betreten zu müssen … ?

20 Stunden sind nicht genug …

Kennst Du diese Situation: Du läufst bei einem Deiner „langen Kanten“ und schon nach kurzer Zeit gibt der Akku Deines Handys den Geist auf, wenn Du einen MP3 Player auf den Ohren hast, dann versagt auch dessen Akku zuverlässig gerade dann, wenn Dein Lieblingslied angespielt ist und zu allem Überfluss schaltet sich auch Deine GARMIN Pulsuhr, die schon länger auf „niedriger Akku“ stand, aus.
Ich hasse diese Tage und hatte an solchen Tagen meist Pech „im Dreierpack“. Kennst Du das?

Ich erinnere mich gut, als ich mich für die GARMIN Forerunner 305 entschieden hatte. Je nach den Einstellungen, die Du wählst und wenn Du sparsam mit der Beleuchtung umgehst, dann kannst Du bis zu 11 Stunden und 40 Minuten Spaß mit dem Akku haben. Eine unendlich lange Zeit! Mehr braucht nun wirklich keiner, dachte ich.
Gut, vielleicht ein paar Verrückte!

Schon zwei Jahre später wurde ich zu den paar Verrückten gerufen und ich bekam zum Geburtstag 2009 etwas ganz Tolles: die GARMIN Forerunner 310 XT (siehe meinen BLOG-Eintrag „Ich bin neu verliebt – das ist meine Neue…“)
Rund 20 Stunden Akkuleistung, vielleicht auch ein wenig mehr. Damit kannst Du fast einen 24-h Lauf bestreiten. Fast, aber eben nur fast.
Und bei den zeitlich längeren Läufen bist Du dennoch aufgeschmissen.

Also habe ich manchmal beide Uhren dabei gehabt und bin erst mit der 310 losgelaufen und habe dann auf die 305 umgestellt und in dieser Zeit hat meine Gabi die 310 neu geladen, zumindest hat sie das versucht. Bei der TorTOUR de Ruhr hat das aber nicht geklappt, weil sie nicht wusste, dass sie auch den Laptop hätte anschalten müssen.

Aber all das muss nicht sein! Wie der gute alte Afro-Amerikaner in der alten „Onkel Ben’s Reis“ Werbung sagt: „Klumpiger, klebriger Reis – das muss nicht sein“, so sage ich heute: „Akkuprobleme? Die müssen nicht sein!“
Weil ich etwas entdeckt habe!

Aber Ehre, wem Ehre gebührt. Der Runningfreak Steffen Kohler hat eigentlich diese Entdeckung gemacht und er hat sie mir in Bad Berleburg gezeigt. Er hatte das Teil auch erst wenige Tage und selbst noch nicht ausprobiert, aber die superschwachen Akkus der iPhones haben ihn dazu gebracht, dieses Teil zu suchen.

Er zeigte es mir mit dem Vorbehalt, selbst nicht zu wissen, wie es konkret funktioniert. Aber schon am darauf folgenden Montag habe ich es für relativ „kleines Geld“ bei AMAZON bestellt.

Aber schon am Dienstag kam die Enttäuschung: in einer Mail stand, dass es wohl noch einige Tage dauern würde, bis ich dieses schöne Stück geliefert bekommen würde. Am Mittwoch jedoch keimte wieder etwas Hoffnung auf, als mir gemailt wurde, dass die Lieferung wohl doch schneller als erwartet stattfinden könnte.
Sollte die Lieferung vielleicht doch noch vor dem „Kleinen KOBOLT“ am darauf folgenden Samstag erfolgen? Ich war freudig gespannt.

Am Donnerstag kam es jedoch nicht und auch bis Freitag Mittag war kein Päckchen für mich da. Ich hatte am Nachmittag einen Außentermin und bat die Kolleginnen im Innendienst, im Falle mir dieses Paket unbedingt gleich auf meinen Schreibtischstuhl zu legen, damit ich es auf keinen Fall übersehe.
Ich kam dann gegen 18.30 Uhr nach Hause und schaute sofort nach – und ich schaute auf einen leeren Schreibtischstuhl.

Wer mich kennt, der weiß, dass mich solch kleine Dinge durchaus sehr aus dem psychischen Gleichgewicht bringen können und vielleicht wäre ich beim „Kleinen KOBOLT“ sogar gescheitert, wenn es nicht kurz nach 19 Uhr bei uns privat geklingelt hätte.
Es war der Postbote, ein ganz besonders lieber und emsiger Mann, der mir sagte, dass er schon um 17.30 Uhr da gewesen sei, aber da niemand aufgemacht hätte, ist er einfach am Ende seiner Tour noch einmal bei uns vorbei gefahren.
So etwas erlebst Du eben nur auf dem Dorf!
Er war ein Held und ich hatte meinen Akku für den „Kleinen KOBOLT“.

Seither habe ich ihn ein paar Mal benutzt und will ihn auf keinen Fall mehr hergeben. 4400 mAh bringt er, voll aufgeladen. Und Du kannst alles anschließen und nachladen, was Du per USB laden kannst: Dein Handy, Deinen MP3 Player und das, was mir am wichtigsten ist: Deine GARMIN-Pulsuhr!

Nur einen Haken gibt es doch: während sich der 305 problemlos am Handgelenk aufladen lässt, wird der 310 mit einer Art „Zange am Kabel“ geladen. Wenn Du einen 310 besitzt, dann weißt Du, was ich meine. Das wiederum bedingt, dass Du die Uhr nicht am Handgelenk aufladen kannst.
Ich habe das Problem so gelöst, dass ich den Akku in die eine Jackentasche und die Uhr in die andere Jackentasche gepackt habe, verbunden mit dem langen Ladekabel.
Und die Ladung geht tatsächlich einigermaßen schnell, die Uhr bleibt an, auch wenn Du während der Ladezeit nichts erkennen kannst. Aber die 310 vibriert dennoch nach jedem Kilometer und zeigt die letzte Kilometerzeit an – auch während des Ladens. Und die Uhr zeichnet auch weiterhin alles auf, sodass Du in der Nachbetrachtung den ganzen Lauf per Google Earth ansehen kannst.

Mein Stoßgebet Richtung Himmel: Oh, wenn ich dieses Teil schon früher gehabt hätte … !

Aber jetzt bin ich für die langen Kanten des kommenden Jahres gerüstet, für den „TRA 250 Miles THAMES RING“, den „24-h Burginsellauf Delmenhorst“ und für den gigantischen „TOR DES GÉANTS“, für den ich mich ab dem 15. Januar anmelden kann …

Wer Du wirklich bist …

Der Jahresanfang ist auch immer eine Zeit, in der Du weniger läufst. Natürlich läufst Du im Training über schneebedeckte Wege, schon um Deine Grundlagenausdauer zu erhalten, aber die großen Lauf-Events fehlen und damit auch die Geschichten, von denen zu erzählen mir bei den einzelnen Läufen so wichtig iat, die Geschichten und Geschichtchen über die Menschen um mich herum, die aus dem eigentlichen Lauf ein echtes Ereignis, ein Erlebnis, machen. 

Der Jahresanfang ist also eher eine Zeit der Besinnung, des Nachdenkens und des Erinnerns an das, was Du im vergangenen Jahr an besonderen Texten gelesen, erhalten oder gefunden hast. Einen davon, einer, der mich sehr beeindruckt hat, habe ich mir in dieses Jahr 2011 mitgenommen, um ihn Dir heute zu zeigen.
Es ist eine Aufforderung an die Menschen um Dich herum, etwas von sich zu zeigen, Stellung zu beziehen und deutlich zu machen, wo man selbst steht, wo die eigene Position ist. Wofür Du bist und gegen was Du bist.

Diesen Textauszug liebe ich ganz besonders:
„Es ist nicht wichtig für mich, wo, was und mit wem Du studiert hast. Ich möchte wissen, was von Dir übrig bleibt, wenn alles Äußere von Dir abfällt.“


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Und somit ist der Text auch eine Aufforderung an mich, mich zu zeigen und darzulegen, wer ich bin, was mich antreibt und was mich bremst, warum ich mich manchmal quäle und warum ich manchmal mit Gewissensbissen einfach gar nichts tun will und dann heimlich alle anderen bewundere, die niemals einen Tag zu haben scheinen, an dem sie einfach zu gar nichts Lust haben.

Zeigen, wer Du bist, wofür Du stehst und gegen was Du bist …

Dabei fällt mir immer wieder meine Lieblingsgeschichte aus den Dale Carnegie Kursen ein:

In einem der vielen Bürgerkriege unserer Zeit rollen Panzer in ein kleines Dorf ein. Angsterfüllt weichen die Bewohner des Dorfes vor den Panzern zurück und säumen die Straße.
Nur eine alte Frau mit Krückstock stellt sich mitten auf die Straße und schwingt drohend ihren Krückstock gegen die Panzer.

Da kommt ein junger Mann und versucht, sie zu bewegen, diesen Protest aufzugeben. „Das bringt doch nichts,“ sagt er zu ihr.

„Das weiß ich selbst!“ antwortet die Dame. „Ich will denen nur zeigen, auf welcher Seite ich stehe!“

Ich wünsche Dir nicht nur für das Jahr 2011, dass Du immer weißt, wer auf Deiner Seite steht.

Alles neu macht der Januar …

Dieses kleine BLOG hat rechtzeitig zum neuen Jahr die erste Veränderung des Jahres erhalten:

die Blogroll …

Bis gestern hieß das Widget noch „Lauflinks“, jetzt, mit dem neuen Namen „Blogroll“ sind aus den Textlinks Bilderchen geworden, die Dich per Web-Link auf die 10 ausgewählten Laufseiten führen.

Dabei sind zwei neue Links dazu gekommen:

Der erste der neuen Links führt, wie sollte es anders sein, auf Achim’s und meinen „Rheinburgenweg-Lauf“. Noch immer freuen wir uns über jeden, der Anfang März hier mitlaufen möchte.
Dabei gibt es hier auch eine Neuerung: wir haben eine kleine Kategorie „Walker“ eingeführt, eine kleine Gruppe Walker wird ebenfalls diese Strecke bewältigen und unsere „After-Finish-Party“ ergänzen.

Der zweite der neuen Links führt zu „Soulrunner 62“, zu Guido Huwiler nach Aarau im Aargau in der schönen Schweiz. Ich habe Guido beim 24-h Lauf in Brugg/CH zum ersten Mal „live“ getroffen und ein paar nette Sätze mit ihm gewechselt.
Guido ist Architekt und das und sein Wohnsitz erinnert mich immer an Max Frisch. Besonders beeindruckt mich bei ihm die Tiefe seiner Gedanken. Diese offenbaren sich nicht zuletzt in seiner Eigenbeschreibung:

„Mein Raum unendlich hell und weit, manchmal klein und dunkel, Emotionen wild und archaisch manchmal grob und unnahbar, manchmal verletzbar und zart. Der Versuch das auszudrücken was mich täglich bewegt, mir beim Laufen begegnet, aufstellt oder betrübt. Teilen wie meine Welt sich mir offenbart.“

Ich würde mich freuen, wenn Du die Links besuchen würdest …