Nimm2: Zucker für die Kids und Lügen für die Eltern …

Wieder lädt FOODWATCH zur Wahl zum Goldenen Windbeutel 2011, zu einer wichtigen, einer bedeutenden Wahl ein. Immerhin geht es darum, die dreisteste Werbelüge des Jahres zu küren.
Die Wahl findet wie jedes Jahr auf der Internet-Seite von FOODWATCH statt.

Nun aber hat FOODWATCH einen Newsletter versandt, in dem die große Fa. Storck über die „mit wertvollen Vitaminen“ angereicherten Nimm 2 – Bonbon so offensichtlich lügt, dass FOODWATCH darüber ein kleines Filmchen gemacht und das auf YouTube gestellt hat.
Es geht dabei darum, ob sich die Werbebotschaft „Vitamine und Naschen“ an noch unkritische Kinder wendet oder an kritikfähige und aufgeklärte Eltern.
Das Filmchen ist lustig und deutlich genug, zwei Gründe mehr, es hier kurz zu zeigen:

Wenn Du solche Machenschaften auch stoppen helfen willst, dann nehme Teil an der Wahl:
www.abgespeist.de

Den Hersteller stört es nicht, dass hier gelogen wird, ich aber finde: unverschämter kann man nicht lügen.

Aber wir können als Verbraucher um diesen Artikel im Supermarkt-Regal einen weiten Bogen machen …

Die Lehre von der Leere …

Von Nürnberg in das Eifelstädtchen Nürburg, so hatte ich es angekündigt.

Es war eine Idee, die mir spontan kam, als ich von dem Schreibfehler eines Mitarbeiters der Agentur erfuhr, die den StrongManRun durchführt und der die Eifelstadt mit der Frankenmetropole verwechselt hat. Zwar hat man das schon nach zwei, drei Tagen korrigiert, bei mir allerdings sind Fragen entstanden.
Fragen nach mir und meinem Leben.

In Nürnberg wurde ich geboren, nahe dem Eifelstädtchen Nürburg wohne ich seit mittlerweile über 20 Jahren. Am vergangenen Montag hatten meine Gabi und ich unseren 25. Hochzeitstag und so ungewöhnlich, wie wir geheiratet haben, so ungewöhnlich wollte ich auch diesen ganz besonderen Tag verbringen. Wäre der Start eines großen Laufs nicht ungewöhnlich genug für so einen Jubeltag?
Und 2011 ist auch deshalb ein für mich besonderes Jahr, weil ich in diesem Jahr zum fünften Mal „nulle“.

An das erste Mal erinnere ich mich gar nicht mehr, das zweite Mal war der Eintritt in das selbständige, fast erwachsene Leben.
Mit dem dritten Mal begann meine Identitätskrise, weil ich plötzlich nicht mehr jugendlich-jung war und beim bisher letzten Mal verabschiedete ich mich endgültig von der Illusion, noch irgendwie zu den jungen Menschen zu gehören.

Noch bietet man mir in der U-Bahn keinen Seniorensitzplatz an, aber der Umgang mit jungen Menschen ist zweifellos schwieriger geworden. Manche Freunde meiner Tochter siezen mich, obwohl ich das explizit anders erbitte und ich begreife die Sorgen und Nöte junger Menschen nur noch bedingt.

Beim dritten Mal „nullen“ begann ich, mein eindimensionales, langweiliges und ausschließlich auf die berufliche Arbeit ausgerichtetes Leben zu ändern. Ich begann, Tennisstunden zu nehmen, um wenigstens etwas Sport zu treiben und ich begann, auch Klavierstunden zu nehmen, um meine musische Seite weiter zu entwickeln.
Tennis spiele ich noch immer, das Klavierspiel aber fiel nach gut sieben Jahren dem beruflichen Stress zum Opfer, vielleicht ergibt sich jetzt, da ich mein Leben neu ordnen muss, wieder eine Möglichkeit, daran erneut anzuknüpfen.

Beim vierten Mal „nullen“ sah ich in den Spiegel und ich war erschrocken von dem, was ich sah. Aus dem schlanken jungen Mann, der mit Ende 20 noch Jeans in der Größe 28/34 gekauft hat, war ein saturierter Mann geworden, dem die Natur gedroht hat, auch mit 34/34 nicht mehr hin zu kommen, ein Alarmzeichen.
„Wenn die erste Zahl bei den Jeans höher ist als die zweite, wenn Du breiter wie hoch bist, dann stimmt etwas nicht in Deinem Leben,“ dachte ich mir und ich begann zuerst mit einer BCM-Diät und dann, 2 ¼ Jahre später, mit dem Laufen. Das war im April 2004.
Heute bin ich mir sicher, dass diese Entscheidung die vielleicht bedeutendste Entscheidung war, die ich in den letzten 20 Jahren getroffen habe.
Ich bin zum Glück nicht so geworden, wie ich mich damals, mit 40 Jahren, gesehen habe, wenn ich irgendwann 50 Jahre alt sein werde. Ich bin nicht träge und dick, ich bin auch nicht satt und selbstgefällig. Mir geht da nie die Szene aus Asterix „Obelix GmbH & Co. KG“ aus dem Kopf, wo der junge Technokratus über den dicklichen Senator Sozialstatus sagt, was aus diesem jungen und schlanken Tribun geworden ist. Er sei träge und fett geworden und denke nur noch ans Essen. Darauf fragt der halb schlummernde Sozialstatus: „Ist schon angerichtet?“
Nein, so wollte ich wirklich nicht werden!


Was aber passiert mit mir, wenn ich Mitte November wirklich zum 5 Mal „nulle“?

All diese Überlegungen führten mich zu der Überlegung, dass ein Lauf von meiner Geburtsstadt gewissermaßen „nach Hause“ Sinn macht, dass der Starttag der Tag der Silberhochzeit sein sollte und dass der Abschluss des Laufs der StrongManRun sein sollte. Die Kölner Agentur war spontan begeistert und sagte mir viel Unterstützung zu.
Ich suchte dann weitere Unterstützer, die ich in Udo Schick als Starttages-Mitläufer und in Torsten Riemer als Supporter in der ersten Nacht, der Nacht, in der ich durchlaufen wollte, fand. Auf die beiden habe ich mich am meisten gefreut und den beiden absagen zu müssen, hat mich tief bewegt und schwer getroffen.
Ich fand Unterstützung bei meinem besten Laufkumpel Achim Knacksterdt, bei dem ich, so das Ziel, in der zweiten Nacht, also der ersten Nacht mit Schlaf, verweilen wollte und ich fand spontane Unterstützung bei den „Runningfreaks“ Steffen und Melanie, bei denen ich planmäßig am dritten Lauftag zum zweiten Frühstück gewesen wäre.
Und ich war dankbar, dass Florian mir die Chance gab, auf diesem Lauf die superflachen INOV8 – Schuhe zu testen, von denen ich so viel Gutes gelesen habe. INOV8 hat nun also „etwas gut“ bei mir und so verschiebe ich den ausgiebigen Test also auf Mitte Oktober.

Mit dem Konzept der INOV8 Schuhe beschäftige ich mich schon, seit dem ich Florian auf einem „Survival Trainings Wochenende“ im Herbst 2010 kennen gelernt hatte. Da gibt es ja die unterschiedlichsten Theorien zu Laufschuhen. Vorderfußläufer, Fersenläufer oder eben, wie INOV8 das sieht, Mittelfußläufer.
Es gibt dicke Sohlen mit ungeheurer Dämpfung einerseits, andererseits gibt es auch das Konzept von INOV8, das Dir nur superdünn, dünn und maximal 8 mm Sohlenstärke anbietet. Wie ich damit klar kommen würde, das wollte ich bei diesem langen Lauf testen.
Im Grunde ist es so wie bei Schuhen, die speziell für Überpronierer wie mich gemacht sind. Die einen schwören darauf, weil der Fuß stabilisiert wird, die anderen verweisen auf die Faulheit des Körpers und stellen fest, dass Muskeln nicht entstehen oder gar zurück gebildet werden, wenn sie nicht gebraucht werden. In dem Maß, in dem Du also die Füße entlastest, in dem Maß verminderst Du auch die Notwendigkeit für Deinen Körper, hier durch die Bildung von Muskeln und Stützgewebe aktiv gegenzusteuern, warum sollte der Körper das auch tun?
Und da denke ich oft an die bedauernswerten Frauen dieser Welt, die einem skurrilen Schönheitsideal folgend, sich ständig Ringe um die Hälse legen. Auf Dauer getragen darfst Du die dann nie wieder abnehmen, weil die Halsmuskeln, die ja keine Leistung mehr vollbringen müssen, sich soweit zurück bilden, dass sie nicht mehr in der Lage sind, den Kopf zu tragen.
Oder die frühere perverse Situation, dass den Chinesinnen die Füße stramm eingewickelt wurden. Schon nach wenigen Jahren war ein Leben ohne die einschnürenden Bänder nur mit Höllenqualen zu ertragen.
Ob also eine dauerhafte Entlastung des Körpers tatsächlich Sinn macht, ist durchaus zweifelhaft. Und das werde ich im Oktober dann detailliert testen.

All diesen Menschen, die mich unterstützen wollten, danke ich von Herzen. Wenn ich diesen Menschen durch das Streichen des Events weh getan habe, dann entschuldige ich mich auf diesem Weg bei ihnen. Einzig die Kölner Agentur, die den StongManRun für Fisherman’s Friend durchführt, war eine einzige Enttäuschung.
Wenn Du in Köln in der Altstadt innerhalb von Minuten mit jedem Deiner Nachbarn besten Kontakt bekommst und Du von jedem für einen der nächsten Tage zu einem Besuch eingeladen wirst, dann weißt Du, dass das Floskeln sind. Erscheine bloß nicht am nächsten Tag bei diesen Menschen zu Hause, Du würdest Unverständnis ernten. Zumindest eine Kölner Agentur hat dieses Lebensgefühl auch in die eigene Arbeit übernommen und war ständig darum bemüht, am Tag nach einem Telefonat oder nach einer eMail den Inhalt des Gesprächs und den Inhalt der eMail schnell zu vergessen. Ich aber vergesse das nicht.

Und so stand ich vergangene Woche plötzlich deprimiert und enttäuscht da. Durch die viele Arbeit der letzten Wochen, durch die vielen Reisen durch ganz Deutschland fühlte ich mich untertrainiert, durch die Erklärung der Agentur, ganz elementare Dinge vergessen zu haben, fühlte ich eine innere Leere, richtig leer und perspektivlos.
So griff ich nach dem Telefon und rief den Läufer an, dessen Urteil mir besonders wichtig war. Achim sagte dann nicht nur, dass allein der Grund, einen Lauf im Blog angekündigt zu haben, nicht bedeuten kann, dass diese Ankündigung nicht reversibel ist, wenn es eben nicht passt. „Gerade Läufer wissen, dass nicht alles nach Plan gehen kann,“ sagte Achim. Er kam sogar auch noch mit dem Vorschlag, dass er mir helfen würde, ab dem 12. Oktober gemeinsam die entstandene Scharte auszuwetzen. Ein toller Vorschlag, ein gemeinsamer langer Lauf, der mir wieder Kraft und Mut gab und so freue ich mich auf die Tage ab dem 12. Oktober.

Udo Schick und Torsten Riemer nahmen meine Absage auch ohne Probleme an und mit Florian werde ich die entstandene Situation spätestens Ende April besprechen.

Und die Lehre von der Leere?
Es ist gut, Freunde zu haben. Freunde, die Dich auch unterstützen, wenn es Dir schlecht geht, wenn Du Deine Ziele nicht erreichst und wenn Du Zuwendung und neue Ziele brauchst.
Und noch etwas habe ich gelernt: die Welt hat nach der Event-Absage nicht aufgehört, sich zu drehen, mein Kopf ist noch immer am alten Platz und die Lauffreunde, mit denen ich gestern läuferisch unterwegs war, haben mein scheinbares Problem überhaupt nicht thematisiert.

Läufer sind eben die besseren Menschen.

Der RBW – besser kann man ihn nicht beschreiben …

Im Forum „Trail Running“ auf „Wer-kennt-Wen“ (WKW) hat Thomas Hagel einen Kurzbericht über den RheinBurgenWeg-Lauf (RBW) geschrieben, den ich einfach unkommentiert weitergeben will.
Besser, finde ich, kann man diesen Lauf wirklich nicht beschreiben …

Thomas Hagel – 15.03.11, 00:45

Der beeindruckendste Lauf den ich bisher gemacht habe!!!!

Einen Riesendank an die Organisatoren Tom Eller und Achim Knacksterdt, Wahnsinn, was ihr da auf die Beine gestellt habt!!!! Die Organisation, einfach Extraklasse!!!! Alle und ich meine ALLE!!! die uns an der Strecke verpflegt haben und sich für uns da die Nacht um die Ohren geschlagen haben, ich danke euch im Namen aller Teilnehmer!!!

Das Teilnehmerfeld von 15 Läufern und 3 Läuferinnen, es hat Spaß gemacht und ich habe mich gefreut, ein paar neue Ultraläufer kennengelernt zu haben!!!

Nach 21 Stunden kam ich als Sechster glücklich ins Ziel, empfangen von Achim, der nicht nur organisiert und betreute hatte, nein, er war selbst gelaufen, hatte immer telefonisch verirrten Läufern auf den rechten Weg gewiesen und war vor mir im Ziel.
Er hat !!!JEDEN!!! empfangen.

Beim gemeinsamen Essen dann der nächste Hammer, wir bekamen Urkunden, Hochglanz und mit Gruppenfoto, Panorama von der Strecke und Grafiken von Höhenprofil und Strecke. Die überreichte uns ein Lauffreund der uns nachts noch bei KM 72 an VP3 verköstigt hatte.
Ich habe viele Urkunden aber das ist mit Abstand die Schönste und die bekommt einen Rahmen!!

Hier der 1. Pressebericht vom Lauf:

http://www.allgemeine-zeitung.de/region/bingen/bingen/10323351.htm

Fotos von Biggi und Sascha: https://picasaweb.google.com/Laufzecke/2011_03_12_RBWLauf#

Bericht, Bilder und Video von Melanie und Steffen: http://runningfreaks.de/

Eigentlich sollte der Zugspitzultra für 2011 mein Jahreshöhepunkt werden, wird schwer, das vergangene Wochenende zu toppen!!

Und natürlich der Link vom Lauf selbst, puh, den hatte ich vergessen: http://rheinburgenweg.wordpress.com/

Danke Thomas, für so viel Lob …

WIKIO Ausdauersport …

… oder was es alles im Internet zu bewundern gibt!

Wusstest Du, dass es eine WIKIO Ausdauersport Seite gibt, die die Blogs zum Thema „Ausdauersport“ aufreiht und bewertet?
Nein? Ich bis gestern auch nicht.

Dunkel erinnere ich mich, früher einmal so etwas in der Richtung gesehen zu haben, bewusst daran erinnern kann ich mich aber nicht mehr.

Es war SarahEmily, die mich heute darauf gestoßen hat und der ich daher zu Dank verpflichtet bin.
Aber zu viel mehr Dank verpflichtet bin ich Dir, bin ich Euch, bin ich allen Lesern meines Blogs. Zwar kenne ich nicht die Kriterien, die für dieses Ranking angenommen werden, aber wenn es sich um die Ausdauer beim Blog-Beiträge schreiben handelt, dann kann ich nicht wirklich weit vorne sein.
Wenn die Ausdauer beim Laufen belohnt wird, dann verdienen andere bessere Platzierungen, gerade zurzeit stehe ich meist in der „Schäm-Ecke“ und schmolle, weil ich mich mal wieder dabei erwischt habe, eine Laufchance vertan zu haben. Es gibt ja so gute Begründungen dafür.

Ich wundere mich ja immer wieder darüber, wie manche Internet-User unter den Milliarden von Internetseiten die Seite finden, die den ultimativ lustigen Clip zeigt, die Seite finden, in der der Kartoffelschäler seien Angriff auf die Kartoffelschale für den Abend ankündigt und die Seite finden, auf der man mal ganz langsam für alle sichtbar über das Leben und über die Liebe jammern kann.

Was für Seiten es im Internet gibt!
Was für Menschen es gibt, die solche Seiten erstellen und ins weltweite Netz stellen!

Und dann gibt es auch Seiten wie die WIKIO Ausdauersport Seite, die einem den ganzen Tag versüssen.
Seiten, die „Danke“ sagen, dass man regelmäßig Stunden statt mit dem Lieblings-Daddelspiel damit verbringt, mit einem Blog-Beitrag einem Leser etwas Freude zu bereiten, ein wenig Information zu weiterzugeben und Manchen ein kleines Stück glücklicher zu machen.

Seiten, die einem sagen, dass das, was man tut, nicht ganz schlecht ist, Seiten, die einem den fantastischen Platz vier im Monatsranking zuweisen.
Das macht mich stolz und für einen kurzen Moment musste ich schlucken und mich fragen, ob ich diese Platzierung verdient habe. Aber darüber entscheide ja nicht ich, sondern eben Du, wenn Du meinen Blog besuchst.
Auch deshalb danke ich von Herzen.

(Klicken zum Vergrößern ... )

Platz vier also, aber besonders freue ich mich über den Platz 1 für Heiko Wache mit seinem Projekt „Laufe Marathon“. Dieser Platz 1 kommt allerdings in einer Zeit, in der Heiko hin- und hergerissen ist zwischen seiner Liebe zur Kurzstrecke und seinem Traum von der Langstrecke, in einer Zeit, in der er schreibt:

Laufe Marathon Blog ist Geschichte

Geschrieben am Sonntag, 27. Februar 2011 von Heiko

So ich habe lange überlegt, was ich schreibe und wie ich es schreibe. Und nun mache ich es doch kurz und schmerzlos: Laufe Marathon ist Geschichte. Diese Entscheidung ist endgültig und unwiderruflich. Das Blog bleibt weiterhin online, aber wird eben …“

Und ich wünsche mir, dass Heiko sich diese Entscheidung noch einmal überlegt, vielleicht ermuntert ihn diese Platzierung ein wenig?
Mit Heiko verbindet mich nämlich viel mehr als nur das Bloggen.
Heiko hat mich vor Monaten als Co-Moderator in der auf der XING-Plattform von ihm gegründeten Gruppe „Marathon“ eingesetzt, er ist Ratgeber und Freund in Sachen Internet und ich freue mich jedesmal, wenn wir uns auch im „real life“ über den Weg laufen.
Heiko, diesen Platz 1 hast Du Dir verdient.

Aber ich freue mich genauso auch über den Platz 2. „Miss Monster“ Eva, Evchen, die uns ständig von Ihren aktuellen „Schandtaten“ berichtet, verbindet wie keine Zweite Glaubwürdigkeit mit Witz und Geist.
Als bekennender Leser ihres Blogs weiß ich gut, wovon ich hier schreibe.
Gut gemacht, Eva, auf zu neuen „Schandtaten“.

Danke an Euch alle, dass Ihr mir diese Freue bereitet habt. Und auch für mich gilt: Auf zu neuen „Schandtaten“ …

„Niemand hat die Absicht, …

… 100 Meilen zu laufen!“

Mein Freund Alexander von Uleniecki, Vorsitzender der LG Mauerweg e.V. in Berlin, bat mich, Dir einen Lauf vorzustellen, der einzigartig ist in Deutschland.

Einzigartig, weil er eine besondere Strecke mit einem besonderen historisch bedeutsamen Ereignis verbindet.

Vielleicht kennst Du diesen Lauf schon, vielleicht ist er aber neu für Dich. Für diesen Fall habe ich das Nachfolgende geschrieben.


Am 13. August 2011 jährt sich zum 50. Mal der Bau der Berliner Mauer.

Und seither haben wir im Westen immer gefordert: „Die Mauer muss weg!“ Und dann war die Mauer weg. Und nun gibt es den Mauerweg.

Wie war das damals, 1961, in meinem Geburtsjahr, kurz vor dem Tag, an dm ich das Licht der Welt erblickte?

Der „Kalte Krieg“ begann, immer heftiger und abstruser zu werden. Tausende Ostberliner arbeiteten im Westteil. Und einige davon kehrten am Abend immer wieder nach Hause zurück. Andere jedoch blieben im Westen.

Die Führung der DDR sah sich deshalb wohl zum Handeln gezwungen und feilte an Plänen, einen „antifaschistischen Schutzwall“, die Berliner Mauer, zu bauen.

Aber noch kurz vor dem Mauerbau 1961 hatte der damalige DDR-Staatsratsvorsitzende Walter Ulbricht versichert, dass niemand die Absicht habe, eine solche Mauer zu errichten… eine der bekanntesten Politiker-Lügen aller Zeiten!

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Dieser Jahrestag ist für Alexander von Uleniecki und seine LG Mauerweg e.V. Anlass genug, an dieses historische Ereignis mit einem ganz besonderen Lauf, den 100MeilenBerlin,  zu erinnern.

Dieser Lauf ist eine echte Premiere, denn noch nie zuvor gab es in Berlin einen offiziellen 100-Meilen-Lauf.

Gelaufen wird dabei zum überwiegenden Teil auf dem Berliner Mauerweg, der den ehemaligen Grenzverlauf markiert und wie eine große Schleife um das westliche Berlin führt.

Bisher wurde diese Strecke immer als 3-Tage-Lauf bewältigt, jetzt aber ist es ein Non-Stop-Lauf über die klassischen 100 Meilen. Einfach wunderbar!

Der Start erfolgt am 20. August 2011 um 6 Uhr auf der Sportanlage an der Lobeckstraße in Berlin-Kreuzberg, also genau eine Woche nach dem eigentlichen Gedenktag, um die Feierlichkeiten in Berlin rund um dieses Datum nicht zu stören.

Der Schirmherr der 100MeilenBerlin, der ehemalige DDR-Bürgerrechtler Rainer Eppelmann, wird persönlich das Startkommando geben und die Sportlerinnen und Sportler auf die 160,9 km lange Reise schicken. Unterwegs werden die Teilnehmer von den Helfern der LG Mauerweg e.V. betreut.

Insgesamt bleiben uns 30 Stunden Zeit, um den Spuren der Geschichte zu folgen. Zielschluss ist am 21. August um 12 Uhr am Ausgangspunkt des Laufs, der Sportanlage an der Lobeckstraße.

Ausführlichere Informationen und Neuigkeiten über die 100MeilenBerlin gibt es auf der Webseite www.100meilen.de – dort findest Du auch die Ausschreibung und anmelden kannst Du Dich dort auch!

Berlin, Berlin, wir laufen in Berlin …

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Der Mauerweg

Der Mauerweg wurde im Jahr 2001 vom Abgeordneten der Grünen, Michael Cramer, ins Leben gerufen, damit die Berliner Mauer und die damit verbundenen Schicksale nicht in Vergessenheit geraten.

Der Berliner Mauerweg kennzeichnet den Verlauf der ehemaligen DDR-Grenzanlagen zu West-Berlin. Er führt über rund 160 Kilometer um die einstige Halbstadt herum. In den meisten Abschnitten verläuft die Rad- und Wanderroute auf dem ehemaligen Zollweg (West-Berlin) oder auf dem so genannten Kolonnenweg, den die DDR-Grenztruppen für ihre Kontrollfahrten angelegt hatten.

Historisch interessante Abschnitte, in denen sich noch Mauerreste oder Mauerspuren auffinden lassen, wechseln mit landschaftlich reizvollen Strecken, die die Freude über die wiedergewonnene Einheit des Landes wachrufen.