Zucker, das vielleicht schlimmste legale Suchtmittel, das wir haben.
Eine Substanz, die süchtig macht, wie eine Droge.
Ja, Zucker erfüllt tatsächlich alle Kriterien, um ihn als eine Droge zu klassifizieren.
Das glaubst Du nicht?
Stelle Dir mal vor, Du isst Leberwurst, viel Leberwurst. Irgendwann wird Dir dieses Zeug „zum Hals raus hängen“, Du wirst froh sein, etwas Anderes essen zu dürfen. Bei Zucker ist das anders. Je mehr Du davon isst, desto größer wird das Verlangen nach mehr Zucker. Dein Geschmackssinn wird sich zunehmend verändern, immer weiter hin zu „süß“, „süßer“, „noch süßer“.
Ich erinnere mich noch gut daran, als ich als Jugendlicher von Süßgetränken auf Wasser umgestellt habe. Was hat Wasser doch ekelhaft geschmeckt!
Und dann, Jahre später, nachdem sich mein Geschmackssinn wieder an weniger Süße gewöhnt hatte, begriff ich endlich, was für süße Mischungen Cola und Limonade sind. Insofern ist das Wissen um das Gift Zucker nichts wirklich Neues für mich.
Und doch passierte gestern Abend etwas, das mich bewegt hat, seit heute wieder eine neue Anti-Zucker-Challenge zu starten, ganz alleine, ein echtes Solo also.
Ob es der Hinweis auf noch mehr versteckte Zuckerarten in unserer Nahrung war, als ich das bislang schon wusste? Tomatenketchup ist ein Massengrab für Zucker, das wusste ich, das weiß eigentlich fast jeder. Die sieben Würfelzuckerstückchen pro 100 Gramm Ketchup werden aber von den zwölf Würfelzuckerstückchen pro 100 Gramm …. Rotkraut bei Weitem übertroffen. Und das wusste ich nicht.
Und ich lernte, dass auch Normalgewichtige, die viel Zucker zu sich nehmen und dessen Wirkung als Dickmacher durch viel Sport eliminieren, ein erhöhtes Risiko haben, an Diabetes Typ II und an den zuckerbasierten Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erkranken.
Schau Dir mal den Beitrag „Die große Zuckerlüge“ hier an:
Im Juli wurde ich ja schon aufgefordert, bei der 30 Tage dauernden Anti-Zucker-Challenge teilzunehmen, eine Idee, der ich gerne, aber nur zum Teil Folge leisten konnte. Tagelang ging alles gut, aber schon beim ersten Wettkampf, dem legendären Buff Epic Run in den spanischen Pyrenäen, gab ich die konsequente Linie nach 25 Kilometern auf, weil mir die Kraft für die Uphills ausging. Und auch beim zweiten Laufevent, dem Runfire Cappadocia Ultra Marathon, schien eine Teilnahme ohne Zuckerzufuhr nicht machbar zu sein.
Jetzt geht es also neu los. Und der erste Tag ist fast schon zu Ende. Keine gesüßten Getränke, auch nicht die EnergyDrinks, die mein großes Laster sind oder waren, Zucker in den Tee habe ich sowieso schon seit Jahrzehnten nicht mehr genommen, keine Sweeties nach dem Essen, Acht geben auf die versteckten Zucker in den „normalen“ Lebensmitteln, Fruchtjoghurts und Nutella bleiben weit weg von mir. Und dann, Mitte November, genauer gesagt am 18. November, sehen wir mal, was da alles im Detail passiert ist.
Vor Jahren, noch lange bevor ich dieses Blog hier installiert habe, hatte ich schon auf meiner alten Webseite eine eigene Seite über dieses Gift publiziert. Da war damals zum Beispiel eine Statistik drauf, wie stark sich der Zuckerkonsum pro Mensch in der westlichen Welt in den letzten Jahrzehnten erhöht hat. Das ist wirklich unglaublich. Die Zahlen sind schon älter, die Kurve ist aber leider noch immer aktuell.
Weil eben fast alle Produkte mit Zucker “geschönt” werden.
Merke: Wenn etwas nicht schmeckt, dann gib‘ viel Zucker dazu, dann wird es schon gekauft und gegessen, getrunken werden.
Gesüsste Getränke, also Cola, Limonaden, EnergyDrinks und viele andere, sind Beispiele, aber auch Kindercerealien, die bis zu 37 Prozent Zucker enthalten, dreißig Prozent!
Und so etwas tun wir uns selbst und unseren Kindern an!
Aber damit ist jetzt mal wieder Schluss, zumindest für fünf Wochen. Bis zum 18. November wird es also keine EnergyDrinks mehr geben, die Aktienkurse von RedBull und Co. werden deshalb gnadenlos abstürzen, es wird kein Nutella-Brotaufstrich geben, kein Frühstücksmüsli, eben nahezu nichts, wo mit zusätzlichem Zucker nachgeholfen wurde.
Und was passiert mit meinem Gewicht in diesen fünf Wochen?
Heute morgen habe ich für mich mit dem “Gewicht Null” begonnen, mal sehen, wie sich das in den nächsten 35 Tagen verändern wird. “Gewicht Minus 6 kg” wäre ein Traum, aber ich wäre auch mit jedem Wert dazwischen glücklich.
Der erste Tag ist fast vorbei, noch fehlen 34 Tage … ist ja ein Klacks, oder?
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„Eigentlich hätte Jürgen Sinthofen diesen Bericht schreiben müssen“ schrieb ich im Vorjahr in meinem Bericht über den Monschau-Marathon („
Monschau-Marathon, das ist Heimat.
Und weil es ja dieses Jubiläum war hatte ich tatsächlich gar keine Ziele. Ob ich wieder die 4:18:30 Stunden aus dem Vorjahr erreichen würde, ob es 4:30:00 Stunden oder auch 5:00:00 Stunden würden, es war mir vollkommen egal. Ich war entspannt und glücklich. Für die meisten, die ich überholen durfte, zumeist Ultras, hatte ich die Zeit, ein paar Worte mit ihnen zu wechseln, ein Drücker hier, ein Küsschen da, ein paar Worte über dies und das und ein paar Hundert Meter mit R(ud)olf – es war herrlich, wunderbar.
Wenn es nur der Eine war, der eine Moment der Zufriedenheit, jener, in dem ich der Gesamtsiegerin Tini (Kristina Tille) und dem Sieger des Bewerbs der Männer, Christoph Janthur, ihre in Holz gefassten KÖLNPFAD-Fliesen und ihre silbernen KÖLNPFAD-Gürtelschnallen überreichen durfte, dann wäre es all die Mühe wert gewesen, die ich in den letzten Monaten in dieses Event gesteckt habe.

Und Ralf Behrend zelebrierte einen, etwa 15 K vor dem Ziel, mitten im Wald, mitten in der Nacht. Und was für einen! Da gab es nicht nur eine lange mit flackernden Kerzen beleuchtete „Einlaufspur“, Ralf hatte zu Hause extra Handtücher ins Gefrierfach gepackt und diese dann, bretthart, den Läufern übergeben.


Dorothea Gierra war die Professionellste von uns. Sie begrüßte die Ankommenden, machte den Check-In, verteilte, fand immer alles für mich, was ich in meiner Hektik suchte. Und ich suchte oft. Meist das, was eben erst wiedergefunden wurde. Dorothea, ich bewundere Dein fotografisches Gedächtnis!

